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Deutsche zweifeln an Sinnhaftigkeit von Versicherungen

21.11.2022 – Die Bundesbürger sind Versicherungsmuffel – zumindest scheint es so. Oder aber sie haben die Notwendigkeit vieler Produkte nicht durchdrungen. Das könnte man aus einer Umfrage des Versicherungsmaklers Clark ableiten. Kaum jemand interessiert sich wirklich für die Produkte.

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Wer keine Privathaftpflicht-Versicherung hat, geht ein großes Risiko ein. Denn kommt jemand durch das eigene Verschulden zu Schaden, kann das lebenslange Zahlungen nach sich ziehen – ohne Privathaftpflicht der finanzielle Ruin. Oder ein Geschädigter kann leer ausgehen (VersicherungsJournal 3.11.2022).

Private Haftpflichtversicherung gilt als „am wichtigsten“

Umso erstaunlicher ist, dass nicht einmal zwei Drittel der Deutschen in einer Umfrage der Yougov Deutschland GmbH im Auftrag des Versicherungsmaklers Clark Germany GmbH eine solche Versicherung als „besonders wichtig“ erachten.

Mit (gerade einmal) 60 Prozent Zustimmung führt die Privathaftpflicht die Liste aber noch vor der gesetzlichen Krankenversicherung (52 Prozent) und der Hausrat-Versicherung (49 Prozent) an.

Die Spitze erreicht sie in der Altersgruppe 55 Plus, wo 71 Prozent ihr besondere Bedeutung zumessen. Lediglich 25 Prozent Zustimmung hat sie wiederum bei der Altersgruppe 18 bis 24 Jahre.

Kaum Interesse an Versicherungen

Scheinbar haben die Befragten nicht wirklich viel für Versicherungsprodukte übrig. Denn die meisten Antworten auf die Frage, welche Versicherungen der eigenen Meinung nach für besonders wichtig erachtet werden, beantworteten die Teilnehmer oftmals im unteren Prozentbereich.

45 Prozent halten eine Kfz-Haftpflicht für „besonders wichtig“, 25 Prozent eine Teil- und 22 Prozent eine Vollkasko – unabhängig davon, ob sie selbst ein Auto besitzen. Für 19 Prozent hat die private Unfallpolice und für jeweils um die 30 Prozent die Absicherung gegen Berufsunfähigkeit und der Rechtsschutz diese Priorität.

Skepsis für die Branche begrenzt

Die Untersuchung zeigt weiterhin auf, dass nur wenige der Meinung sind, Neukunden würde bei der Kfz-Versicherung bevorzugt behandelt. 14 Prozent der Herren meinen das, bei den Damen sind es wiederum nur zehn Prozent.

Frauen sind zudem den Anbietern gegenüber bei der Frage gnädiger, ob das System zur Berechnung der Autoversicherung ungerecht sei. Zwölf Prozent der Teilnehmerinnen sehen das so, wiederum attestieren 22 Prozent der Männer dem System Ungerechtigkeit.

Das freut den SUV-Fahrer: Lediglich zehn Prozent der Befragten sind davon überzeugt, dass Fahrer von Fahrzeugen mit mehr Leistung von den Versicherern durch höhere Policen „bestraft“ werden. Auch hier glauben wieder mehr Männer (elf Prozent) als Frauen (neun Prozent) an diese These.

Apropos Pkw: 45 Prozent halten eine Kfz-Haftpflicht für sinnig, 25 Prozent eine Teil- und 22 Prozent eine Vollkasko – unabhängig davon, ob sie selbst ein Auto besitzen.

Digital oder Papier – keine Gründe für Wechsel

Die Studie legt da, dass Männer gegenüber digitalen Angeboten aufgeschlossener sind als Frauen. 23 Prozent der Herren bejahten dies, hingegen nur zwölf Prozent der Damen. Wiederum sind 13 Prozent von ihnen genervt vom Papierkram im Zusammenhang mit Versicherungen, bei den Männern sind es 14 Prozent, die sich von der Zettelwirtschaft genervt fühlen.

Noch eindeutiger wird es, wenn ein Blick auf das Alter der Befragten geworfen wird: Gut 20 Prozent der Teilnehmer zwischen 25 und 34 Jahren wollen den Papierkram lieber meiden. 18 Prozent finden daher digitale Angebote grundsätzlich interessant.

Zur Studie: Um die Ergebnisse zu erheben, wurden in der Zeit vom 7. bis zum 13. September insgesamt 1.061 Personen befragt. Die gewichteten Ergebnisse gelten als repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

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