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Diese Betriebsrenten-Anbieter empfehlen Makler (nicht) weiter

15.6.2022 – Der Canada Life und der LV 1871 bringen unabhängige Vermittler laut der Asscompact-„Marktstudie Betriebliche Altersversorgung 2022“ die höchste Weiterempfehlungs-Bereitschaft in Sachen Direktversicherung entgegen. Niedrige NPS-Werte ergaben sich für den HDI und die Continentale.

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In der betrieblichen Altersversorgung (bAV) vermitteln Makler und Mehrfachvertreter das mit Abstand meiste Geschäft an die Allianz Lebensversicherungs-AG. Dies gilt sowohl für die Direktversicherung als auch für die Unterstützungskasse (VersicherungsJournal 3.6.2022).

Dies ist ein Ergebnis der Asscompact-„Marktstudie Betriebliche Altersversorgung 2022“ der BBG Betriebsberatungs GmbH. Sie beruht auf einer zwischen Ende April und Anfang Mai unter Versicherungsmaklern, Kapitalanlage-Vermittlern und Mehrfachvertretern durchgeführten Onlineumfrage.

Die Größe der Nettostichprobe wird mit 371 unabhängigen Vermittlern angegeben. 89 Prozent der Befragten sind männlich und elf Prozent weiblich. Sie haben 27,1 Jahre Branchenerfahrungen bei einem Durchschnittsalter von 54,8 Jahren.

Weiterempfehlungsbereitschaft der Vermittler

Erhoben wurde im Rahmen der Studie unter anderem auch die Weiterempfehlungs-Bereitschaft für die bAV-Anbieter. Hierzu wurde der in der Marktforschung häufig angewandte Net-Promoter-Score herangezogen.

Ergebnis für den Durchführungsweg Direktversicherung: Die Allianz landet nur an neunter Stelle. Aus dem lediglich zehnthöchsten Anteil an Promotoren (knapp über die Hälfte) und dem nur achtniedrigsten Anteil an Detraktoren (rund ein Siebtel) errechnet sich ein NPS-Wert von fast 36,8.

Canada Life an der Spitze

Spitzenreiter ist mit einem doppelt so hohen Wert (73,7) die Canada Life Assurance Europe plc, Niederlassung für Deutschland. Sie landete beim Geschäftsanteil an zweiter Stelle. Bei dem Anbieter mit angelsächsischen Wurzeln stand der höchste Anteil an Fürsprechern (über drei Viertel) dem zweitniedrigsten Anteil an Kritikern (3,5 Prozent) gegenüber.

Knapp dahinter folgt die Lebensversicherung von 1871 a.G. München (LV 1871), die beim Geschäftsanteil nur Rang neun belegt. Bei den Promotoren schnitt das Unternehmen etwas schlechter ab als die Canada Life, bei den Promotoren minimal besser.

NPS-Werte von über 50 errechnen sich ferner für die Stuttgarter Lebensversicherung a.G. (Rang sechs beim Neugeschäft), die WWK Lebensversicherung a.G. (an achter Stelle beim Geschäftsanteil), die Alte Leipziger Lebensversicherung a.G. (Platz drei beim Neugeschäft) und die Volkswohl Bund Lebensversicherung a.G. (Position fünf).

Die drei letztgenannten Akteure kamen alle auf Fürsprecheranteile von jeweils um die 70 Prozent und auf Kritikeranteile von jeweils etwa einem Siebtel. Bei der Stuttgarter zählt sich nicht einmal jeder 20. Interviewte zu den Detraktoren, dafür aber auch weniger als zwei von drei Befragten zu den Promotoren.

HDI und Continentale mit niedrigen NPS-Werten

Vergleichsweise niedrige Werte erzielten unter den Gesellschaften mit mindestens 25 Bewertungsstimmen die HDI Lebensversicherung AG (NPS: 6,1) und die Continentale Lebensversicherung AG (12,0).

Dabei fiel der Promotorenanteil des HDI mit einem guten Drittel um etwa vier Punkte niedriger aus als bei der Continentalen. Bei den Detraktoren schnitt die Continentale mit einem guten Viertel um zwei Zähler besser ab.

NPS Direktversicherung bAV (Bild: Wichert)

Konkrete Gründe für die deutlich auseinandergehenden Beurteilungen sind der Untersuchung nicht zu entnehmen. Auffällig ist allerdings, dass die beiden Gesellschaften mit niedrigen NPS-Werten in der Rangliste nach Geschäftsanteilen erst auf den Plätzen zehn (Continentale) und elf (HDI) auftauchen.

Hier scheint es einen direkten Zusammenhang zwischen der fehlenden Weiterempfehlungs-Bereitschaft und dem nur geringen Geschäftsvolumen im unabhängigen Vermittlermarkt zu geben.

Die Schwächen der Schlusslichter

Ein Blick auf die Bewertung der Dienstleistungsqualität zeigt gewisse Anhaltspunkte für die sehr stark abweichenden NPS-Werte. So lieg die Continentale in der Gesamtzufriedenheits-Wertung neun Punkte hinter dem Spitzenreiter zurück, der HDI sogar elf Zähler.

Die Hannoveraner gehören in sechs der 13 abgefragten Zufriedenheitskriterien zu den drei am schlechtesten bewerteten Gesellschaften. Dies betrifft mit dem Bestandskundenservice, der finanziellen Stabilität, dem Image, dem Preis-Leistungs-Verhältnis, der Tarifflexibilität und der dezentralen Vertriebsunterstützung fünf der sieben für die Vermittlerzufriedenheit wichtigsten Aspekte.

Der Rückstand auf die Spitze beträgt bis zu 20 Zähler. Bei den Top-Kriterien ist nur in Sachen Neugeschäftsabwicklung (zweitwichtigster Aspekt) die Top Drei mit drei Punkten nicht allzu weit entfernt.

Der Continentalen bescheinigten die befragten Vermittler die drittschlechteste Neugeschäftsabwicklung. Der Anbieter erzielte seine besten Bewertungen im „Königs-Kriterium“ Produktqualität mit 86 und beim Preis-Leistungs-Verhältnis mit 87 Zählern. Hier sind die Topanbieter nur wenige Punkte entfernt. In den anderen Aspekten liegt die Top Drei zwischen fünf Punkten (Tarifflexibilität) und 15 Zählern (Angebotsrechner) entfernt.

Die Stärken der Spitzenreiter

Hingegen schnitten die Canada Life und die LV 1871 in der Zufriedenheitswertung mit dem viert- beziehungsweise drittbesten Punktwert ab. Letztere landete dabei sechsmal in der Top Drei. Dabei reichte es für den Spitzenplatz bei der Produktqualität und zu jeweils zweiten Rängen in Sachen Bestandskundenservice, finanzielle Stabilität und Preis-Leistungs-Verhältnis.

Die Canada Life sammelte vier Top-Drei-Platzierungen, unter anderem beim Bestandskundenservice und bei der finanziellen Stabilität (dritt- und viertwichtigster Aspekt). In den meisten anderen Kriterien ist die Spitzengruppe nur wenige Zähler entfernt. Luft nach oben sehen die Interviewten allenfalls bei der Tarifflexibilität und der dezentralen Vertriebsunterstützung. Hier landete das Unternehmen mit bis zu acht Punkten Rückstand nur im Mittelfeld.

Die 268-seitige „Marktstudie Betriebliche Altersversorgung 2022“ enthält neben detaillierten Ranglisten zu den Geschäftsanteilen und zur Vermittlerzufriedenheit auch eine Analyse der Top-Anbieter. Der Berichtsband kann für 2.677,50 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Sophia Tannreuther per E-Mail oder per Telefon unter 0921 7575823 bestellt werden.

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