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So stark nachgefragt sind die 34f-, 34h- und 34i-Lizenzen

24.1.2023 – Die Zahl der registrierten Finanzanlagenvermittler ist zwischen ist in der zweiten Jahreshälfte 2022 ein weiteres Mal gestiegen. Auch bei den Honorar-Finanzanlagenberatern, den Immobiliardarlehens-Vermittlern und -Beratern ging es aufwärts. Dies zeigen kürzlich vom DIHK veröffentlichte Zahlen.

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Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) hat aktuelle Zahlen aus dem Vermittlerregister veröffentlicht. Zum 1. Oktober waren demnach mit 39.949 rund 1,5 Prozent mehr Finanzanlagen-Vermittler (§ 34f GewO) registriert als zum zur Jahresmitte (VersicherungsJournal 22.7.2022). Bei den Versicherungs-Vermittlern ist hingegen seit vielen Quartalen ein fast kontinuierlicher Rückgang zu beobachten (11.1.2023).

Hackerangriff auf den DIHK

Nach einem Cyberangriff auf das Webangebot des DIHK im letzten Sommer hatte diese ihre IT-Systeme vorsorglich vom Internet getrennt (VersicherungsJournal 16.9.2022).

Damit stand auch das vom DIHK geführte Vermittlerregister mehrere Monate nicht zur Verfügung. Das führte unter anderem dazu, dass Erteilungen und Änderungen von Gewerbeerlaubnissen nicht mehr auf dem gewohnten Wege möglich waren (Medienspiegel 12.10.2022).

Im November informierte der DIHK darüber, dass die Internetseite Vermittlerregister.info zum Jahreswechsel wieder erreichbar sein soll – mit dann wieder aktuellen Einträgen (Medienspiegel 2.11.2022). 100-prozentig rund lief das Register aber auch Mitte Januar noch nicht (19.1.2023).

Auf Jahressicht betrachtet (25.1.2022) ging es um 2,2 Prozent beziehungsweise knapp 900 Verzeichnete aufwärts. Die Kurve zeigt schon seit vielen Quartalen in Folge nach oben. Verminderungen hatte es zuletzt In der ersten Jahreshälfte 2020 gegeben (6.7.2020, 3.4.2020, 22.1.2020).

Finanzanlagenvermittler im Register (Bild: Wichert)

Fast alle mit Erlaubnis zur Investmentfonds-Vermittlung

Nach den aktuellen Daten besitzen nahezu alle – nämlich 39.507 (unverändert fast 99 Prozent) – Finanzanlagenvermittler die Erlaubnis zur Vermittlung von Investmentfonds nach § 34f (1) Nummer 1 GewO.

Weiterhin ist gut jedem Fünften die Vermittlung von geschlossenen Fonds (§ 34f (1) Nummer 2 GewO) gestattet. Erneut etwa jeder siebte Verzeichnete darf Vermögensanlagen (§ 34f (1) Nummer 3 GewO) vermitteln.

Deutlicher Anstieg der Honorar-Finanzanlagenberater

Minimal gewachsen ist die Gruppe der Honorar-Finanzanlagenberater (§ 34h GewO). Zum Stichtag 1. Januar 2023 zählte das Register 306 Meldungen, das sind 16 mehr als zur Jahresmitte und 50 mehr als Anfang 2022.

Jeder der aktuell verzeichneten Honorar-Finanzanlagenberater besitzt die Erlaubnis zur Beratung zu offenen Investmentvermögen. Nach geschlossenen Fonds besteht bei den Beratern mit annähernd einem Viertel Anteil eine höhere Nachfrage als bei den 34f-Vermittlern. Deutlich niedriger fällt diese mit nur etwa einem Elftel bei der Beratung zu Vermögensanlagen aus.

Erneutes Plus bei den 34i-Vermittlern

Ein weiteres Mal gestiegen ist die Zahl der Immobiliardarlehens-Vermittler (§34i GewO). Über diese führt der DIHK seit gut fünf Jahren ebenfalls ein Register. Früher war diese Art der Darlehensvermittlung über eine Erlaubnis nach § 34c GewO abgedeckt (12.10.2016).

Zum Stichtag 1. Januar 2023 waren 57.716 Dienstleister verzeichnet. Dies entspricht einer Zunahme im Vergleich zur Jahresmitte von 0,6 Prozent beziehungsweise 346 Betrieben. In den letzten zwölf Monaten ging es um 1.001 Verzeichnete beziehungsweise 1,7 Prozent aufwärts. Die Steigerungsrate war im Jahr zuvor noch doppelt so hoch ausgefallen.

Immobilardarlehensvermittler im Register (Bild: Wichert)

Von diesen traten 683 (plus sechs) als Honorar-Immobiliardarlehens-Berater auf. Mit einem Anteil von 1,2 Prozent wird der Honorarberater-Status im Immobilienbereich deutlich häufiger nachgefragt als im Finanzanlagenbereich. Dort sind es lediglich etwa 0,8 Prozent.

Gründe für diese Entwicklungen sind aus der DIHK-Statistik nicht abzuleiten.