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Worin Makler die größten Potenziale für die Zukunft sehen

24.6.2020 – Versicherungsmakler halten die Pflege von Bestandsdaten für die größte digitale Herausforderung. Die große Mehrheit von ihnen geht davon aus, dass eine bessere Datenqualität und ein schnellerer Datentransfer den eigenen Vertriebserfolg steigern würden. Dies sind die Ergebnisse einer Umfrage der Brokertech-Plattform Mobilversichert unter fast 400 unabhängigen Vermittlern.

Drei von vier unabhängigen Versicherungs-Vermittlern streben in Zukunft eine digitalere Arbeitsweise an als heute. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Munich General Insurance Services GmbH (MGIS) in Kooperation mit dem Informationsdienst Asscompact. Die Daten basieren auf Mitte April geführten Online-Interviews mit 396 Versicherungsmaklern.

MGIS betreibt die Brokertech-Plattform Mobilversichert und ist im Frühjahr letzten Jahres von der hundertprozentigen Degussa-Bank-Tochter Prinas Montan GmbH Versicherungsvermittler übernommen worden (VersicherungsJournal 25.2.2019).

Coronakrise bringt Digitalisierungsschub

Wie die Befragung weiter ergeben hat, will nur jeder 25. Vermittler künftig nicht digitaler arbeiten. Das verbliebende Fünftel konnte oder wollte sich für keine der beiden vorgenannten Antwortoptionen entscheiden.

Für vier von fünf Befragten ist für eine digitalere Arbeitsweise Grundvoraussetzung, auf verlässliche Kunden- und Vertragsdaten zurückgreifen zu können. Jeder 25. stimmte diesem zumindest „eher nicht“ zu, während sich jeder Siebte unentschlossen zeigte.

Die Umfrage zeigt ferner, dass Corona klar als Beschleuniger für die Digitalisierung dient. So stimmten drei Viertel dieser Aussage zumindest „eher“ zu. Dem steht nur ein Anteil von etwa einem Siebzehntel gegenüber, die hier „(eher) keinen“ Zusammenhang sehen. Das verbleibende knappe Fünftel ist unentschieden in dieser Frage.

Dass beziehungsweise in welch vielfältiger Form die Coronakrise zu einem Digitalisierungsschub im Versicherungsvertrieb führt, zeigen auch mehrere Dutzend weiterer Beispiele aus dem VersicherungsJournal-Archiv.

Zeit- und Verwaltungsaufwand größte digitale Herausforderung

Weiteres Ergebnis: Der Zeit- und Verwaltungsaufwand bei der Pflege von Bestandsdaten stellt aus Sicht von unabhängigen Vermittlern die größte digitale Herausforderung für die Zukunft dar. Allerdings entschieden sich in gestützter Abfrage nur noch 32 Prozent der Umfrageteilnehmer dafür. Im vergangenen Herbst lag der Anteil noch bei 40 Prozent (1.10.2019).

Fast genauso viele Befragte sehen „Neue Kundenanforderungen“ wie etwa den Kundenwunsch nach digitalen Vertragsordnern oder nach Kontakt über alle Kanäle als die größte kommende digitale Aufgabe (31 Prozent nach 21 Prozent im Vorjahr).

Die Antwortoption „Neue Onlinekonkurrenten“ wie beispielsweise Google oder Amazon wählten 28 (Vorjahr: 31) Prozent. Robo-Berater sieht nur jeder zehnte (zwölfte) Makler an oberster Stelle als Bedrohung an.

Die größten Herausforderungen der Zukunf (Bild: Mobilversichert)
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Die größten Chancen für den Makler der Zukunft

Ermittelt wurde – ebenfalls in geschlossener Abfrage – auch, worin die größten Potenziale für den Makler der Zukunft gesehen werden. Unverändert rund sechs von zehn Befragten wählten hier die Option „neue digitale Hilfsmittel“ wie etwa automatisierte Prozesse für Datenabholung und Vertriebssteuerung oder smarte Serviceerlebnisse für Endkunden auf allen Kanälen.

Mittlerweile schon fast jeder Fünfte (Siebte) verortet die größte Chance in digitalen Plattformen oder Ökosystemen, die professionelle Kooperationen von Maklern und Produktanbietern ermöglichen.

Unverändert rund jeder Siebte sieht in der Unterstützung durch Pools oder digitale Ökosysteme die größte Zukunftschance. Und lediglich für jeden zwölften (zehnten) Vermittler steht die Hilfe von Versicherern – etwa über Schnittstellen – an erster Stelle des Chancenrankings.

Die größten Chancen für die Zunkunft (Bild: Mobilversichert)
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Datenqualität und Vertriebserfolg

Gefragt wurde ferner danach, ob eine bessere Datenqualität und ein schnellerer Datentransfer zwischen Versicherungs-Unternehmen und Vermittler nach subjektiver Einschätzung den Vertriebserfolg steigern würden.

Eindeutiges Ergebnis: Unverändert rund drei von vier Interviewten stimmten dieser Aussage „voll“ oder zumindest „eher“ zu. Weiterhin jeder 17. Befragte glaubt nicht, mit besseren Daten erfolgreicher zu sein, während erneut circa jeder Sechste der Frage neutral gegenüber steht.

„Die Coronakrise hat gezeigt, dass im Versicherungsvertrieb noch immer eine enorme Lücke zwischen den Kundenerwartungen und dem aktuellen Angebot klafft“, zieht MGIS-Geschäftsführer Dr. Mario Herz als Fazit aus der Untersuchung.

Nach seiner Einschätzung brauchen unabhängige Vermittler „dringend technologische Unterstützung, wenn sie Kunden zeitgemäß beraten und betreuen und sich neben Online-Konkurrenten behaupten wollen“.

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