Tipps für virtuelle Gespräche

11.2.2026 – Bei einem Onlinegespräch gelten andere Regeln als bei einem direkten Treffen. Daher ist es wichtig, darin emotionale Signale zu vermitteln und in der technischen Anwendung versiert zu sein. Außerdem ist es sinnvoll, auf seine Präsenz und Konzentration zu achten.

Immer öfter werden Kunden- und andere geschäftliche Gespräche online geführt. Derartige Besprechungen sparen Zeit, weil die Anreise entfällt. Doch Zoom, MS Teams und Co. haben auch Schattenseiten. Deshalb sollten Profis ein paar Kniffe kennen.

Erstens: Oft fehlt die emotionale Rückmeldung

Während Videokonferenzen schauen sich die Teilnehmer niemals direkt in die Augen, denn entweder sehen sie auf den Bildschirm oder in die Kamera. Emotionen wie Ärger, Zustimmung oder Desinteresse werden nicht so leicht transportiert wie bei einem direkten Kundenbesuch.

Emotionale Signale vermitteln aber auch Stimme, Betonung und körperliche Haltung. Deshalb ist es wichtig, darauf beim Kunden verstärkt zu achten und selbst Stimme, Gestik und Mimik gezielter einzusetzen.

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Zweitens: Technik und Verhalten

Besonders in Kundengesprächen kann es sein, dass das Gegenüber mit dem Medium weniger vertraut ist als man selbst. Deshalb benötigen Versicherungsvermittler technisches Know-how (zum Beispiel Bildschirm teilen, um Versicherungsunterlagen zeigen zu können).

Und sie sollten den Umgang mit dem Medium geduldig und ruhig vermitteln können: „Links unten auf dem Bildschirm ist ein Mikrofon-Symbol. Da müsste ein roter Strich durch sein. Klicken Sie bitte dort mit der Maus drauf.“

Während des Gespräches ist es noch wichtiger, sich gegenseitig ausreden zu lassen. Und auch gezielt Rückfragen zu stellen, ob die sachlichen Inhalte klar sind, ist hilfreich.

Hat man sichere Software-Nutzer am Bildschirm, kann man auch parallel mit dem Chat arbeiten – gerade, wenn sich mehrere Teilnehmer in der Konferenz befinden. Bei unsicheren Kunden sollte man ausschließlich auf dem Bildschirm bleiben. Selbstverständlich ist es irritierend, wenn man parallel etwas anderes erledigt – der Fokus muss voll auf dem Bildschirm-Partner bleiben.

Drittens: Präsenz und Haltung

Es ist hilfreich, während Videokonferenzen besonders auf die eigene Präsenz und Konzentration zu achten. Deshalb kann es sinnvoll sein, während des Gespräches selbst zu stehen. Entweder man verfügt über einen höhenverstellbaren Schreibtisch oder es gibt einen Stehtisch im Büro.

Dadurch ist der Körper automatisch aufgerichtet und die Stimme ist freier und beweglicher. Zudem kann der Berater seine Gestik noch stärker einsetzen. Für den Kunden ist ein „bewegtes“ Bild auch besser, denn dadurch ist er in der Regel konzentrierter. Wichtig ist allerdings, dass der Profi sich nicht zu viel bewegt und als Zappelphilipp eher für Unruhe sorgt.

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