7.1.2026 – Das Versicherungsgewerbe platziert sich im aktuellen Stepstone-Gehaltsreport 2026 auf Rang drei der Branchen mit dem höchsten Jahresmediangehalt. Lediglich im Bankenwesen und in der Luft- und Raumfahrt werden höhere mittlere Gehälter gezahlt. Das niedrigste Gehalt erzielen Beschäftigte im Hotel- und Gastronomiegewerbe.
Die The Stepstone Group Deutschland GmbH hat zum 15. Mal die Mediangehälter in Deutschland ausgewertet. Der „Gehaltsreport 2026“ soll eine Orientierung geben, in welchen Branchen, Berufen und Regionen vergleichsweise hohe Einkommen erzielt werden – und wo die Gehälter eher niedriger ausfallen.
Diese Daten wurden für den Gehaltsvergleich erhoben
Grundlage der Auswertung sind rund 1,33 Millionen Vergütungsangaben, die Beschäftigte per Selbstauskunft im Stepstone-Gehaltsplaner gemacht haben. Berücksichtigt wurden ausschließlich Bruttojahresgehälter von Vollzeitstellen; Teilzeitbeschäftigungen und Ausbildungsvergütungen blieben außen vor. Boni, Provisionen und Prämien flossen hingegen in die Berechnung ein.
Die Gehaltsdaten werden gerundet und als Median des Bruttojahresgehalts 2025 ausgewiesen. Der Median bezeichnet den Wert, bei dem die Hälfte der Gehälter darüber und die andere Hälfte darunter liegt. Er gilt als aussagekräftiger als der Durchschnitt, da einzelne sehr hohe und niedrige Gehälter das Ergebnis weniger verzerren. Er spiegelt das typische Einkommensniveau daher realistischer wider.
Erhebungszeitraum für die Daten war der Januar 2022 bis November 2025.
So sind die Mediangehälter gestiegen
Während das Bruttomediangehalt der Deutschen aktuell 53.900 Euro beträgt, liegt das durchschnittliche Bruttojahreseinkommen mit 59.100 Euro spürbar darüber. Das deutet auf einige besonders hohe Spitzengehälter hin.
Im vergangenen Jahr lag das Mediangehalt noch bei 45.800 Euro – das entspräche einer auffällig hohen Steigerung von rund 18 Prozent. Die Studienautoren weisen jedoch selbst darauf hin, dass die Gehaltsangaben der einzelnen Reports nicht direkt vergleichbar sind. „Dies resultiert aus Veränderungen in der Auswertungsmethodik und der Zusammensetzung der Stichprobe“, heißt es.
Die Höhe des Mediangehalts hängt dabei von folgenden Faktoren ab:
- Erwartungsgemäß haben Menschen mit Berufserfahrung ein höheres Mediangehalt als Berufseinsteiger. So beträgt der Median für Beschäftigte mit mehr als zehn Jahren Berufserfahrung 59.500 Euro, jener für Berufseinsteiger 46.250 Euro.
- In Unternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern liegt das Mediangehalt mit 63.000 Euro rund 29 Prozent über dem Niveau kleiner Betriebe mit bis zu 50 Beschäftigten (48.800 Euro).
- Führungskräfte erzielen mit einem Mediangehalt von 63.000 Euro rund ein Viertel mehr als Beschäftigte ohne Personalverantwortung, deren mittleres Gehalt bei 51.300 Euro liegt.
- Die unbereinigte Gender-Pay-Gap beträgt laut Studie rund 9,7 Prozent zugunsten der Männer, ohne Berücksichtigung struktureller Unterschiede wie Beruf oder Branche.
Versicherungsgewerbe auf Rang drei der Branchen mit dem höchsten Gehalt
Blickt man auf die einzelnen Branchen, weist das Bankwesen mit 70.250 Euro das höchste Mediangehalt auf. Bereits im Vorjahr lag die Bankenbranche mit einem Median von 65.500 Euro an der Spitze – wobei die Werte der einzelnen Reports nicht direkt miteinander vergleichbar sind.
Auch die Luft- und Raumfahrt belegt wie im Vorjahr Rang zwei mit einem Jahresmedian von 68.000 Euro (2024: 62.000 Euro).
Neu auf dem dritten Rang ist die Versicherungsbranche mit einem Mediangehalt von 66.500 Euro. Die Pharmabranche, die im Vorjahr noch Bronze belegte, rutscht damit auf Platz vier. 2024 lag der Median des Versicherungsgewerbes noch bei 59.750 Euro (VersicherungsJournal, 9.1.2025). Gegenüber dem Bundesmedian von 53.900 Euro liegt das aktuelle Mediangehalt damit etwa ein Viertel höher.
Ebenfalls hohe Mediangehälter werden in der Wissenschaft und Forschung (66.250 Euro), im Maschinen- und Anlagenbau (64.500 Euro) und in der chemischen und erdölverarbeitenden Industrie (64.000 Euro) gezahlt.
Niedrigstes Mediangehalt in der Gastronomie
Am anderen Ende der Skala wird mit 45.500 Euro das niedrigste Einkommen in der Branche „Hotel, Gastronomie und Catering“ erzielt. Auch in der Land- und Forstwirtschaft und im Gartenbau ist der Median mit je 47.250 Euro sehr niedrig.
Eine Übersicht über die Ergebnisse ist auf dem Unternehmensblog von Stepstone unter diesem Link einsehbar. An diesem Mittwoch soll laut Untrenehme4nsangaben die Studie öffentlich zum Download verfügbar sein.




