23.8.2024 – Auch in der privaten Krankenversicherung (PKV) wird nur mit Periodentafeln gerechnet. Daher müssen diese auch jährlich überprüft und angepasst werden. Und es gibt dafür einen eigenen Auslösenden Faktor für Beitragsanpassungen.
Vorsicht und Sicherheiten sind nur ein zusätzlicher Grund, weshalb die Versicherer mit längeren Lebenserwartungen rechnen, jedenfalls soweit es nicht um Todesfalleistungen geht, wo Vorsicht und Sicherheiten in die andere Richtung gehen.
Tatsächlich leben nämlich die Versicherten in der Rentenversicherung wie auch in der PKV länger als der durchschnittliche Bewohner in Deutschland. Dies liegt auch an der anderen sozialen Struktur der Versicherten, an dem höheren Einkommensdurchschnitt sowie an der Selektion durch Risikoprüfung und sogar dem Kündigungsrecht bei Rentenversicherungen sowie der Kapitalabfindungsoption.
Letztere bewirkt zum Beispiel, dass Kranke, die für sich keinen sehr langen Rentenbezug erwarten, lieber die Kapitalabfindung nehmen – die daher geringeren Sterblichkeiten der Rentner müssen daher für die übrigen länger Lebenden kalkuliert werden. Auch ist aus Erfahrungen bekannt, dass Besserverdiener eine um viele Jahre längere Lebenserwartung als Geringverdiener haben.
Auch die private Rentenversicherung zeigt, dass Versicherte mit hohen versicherten Renten länger als die mit geringen leben. Daher ist nicht vom Personendurchschnitt, sondern zunächst von der geringeren, nach Rentenhöhen gewichteten Sterblichkeit bei der Kalkulation auszugehen.
Peter Schramm
zum Leserbrief: „Irreführende Zahlen des statistischen Bundeamtes”.



