Vergütungsmodell sollte sich an der tatsächlichen Beratungsleistung orientieren

11.12.2025 – Der Eintritt britischer Lebensversicherer mag für Vermittler attraktiv gewesen sein, weil er hohe Einmalprovisionen ermöglichte. Für die Kunden selbst ergab sich daraus aber wohl kein erkennbarer Vorteil. Die Nachfrage wurde nicht durch Überlegenheit der Produkte, sondern durch die Höhe der Courtage gesteuert.

Das bestätigt letztlich, dass nicht die Qualität der Beratung oder des Tarifwerks entscheidend war, sondern die wirtschaftlichen Anreize im Vertrieb.

Wenn man diese Logik weiterdenkt, unterstützt sie im Ergebnis die Argumentation für eine stärkere Honorarorientierung: Ein Vergütungsmodell, das sich nicht primär an Abschlussanreizen orientiert, sondern an der tatsächlichen Beratungsleistung, könnte genau jene Fehlanreize reduzieren, die historisch – und teils bis heute – zu einer vertriebsgetriebenen Produktauswahl führen

Erwin Daffner

daffner@gmx.de

zum Leserbrief: „Einmalprovisionen eine Notwendigkeit, um qualifizierte Vermittler zu gewinnen”.

WERBUNG
Artikel-Werkzeuge für Sie
Diese Seite empfehlen