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DAK: Das Corona-Virus verliert deutlich an Schrecken

15.11.2021 – Mitten im zweiten Corona-Herbst geht die Angst der Bevölkerung vor dem Virus zurück, wie eine Umfrage der DAK belegt. Am meisten fürchten die Bürger immer noch, an Krebs zu erkranken oder dement zu werden.

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Trotz vierter Welle und Rekordwerten bei den Corona-Fallzahlen geht die Angst, sich mit Sars-Cov-2 zu infizieren, bei den Bürgern zurück. 2020 hatten noch 37 Prozent der Deutschen Angst vor einer Corona-Erkrankung – aktuell sind es nur noch 20 Prozent. Damit halbiert sich der Wert fast im Vergleich zum Vorjahr.

Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage der Forsa Politik und Sozialforschung GmbH im Auftrag der DAK-Gesundheit. Vom 4. bis zum 25. Oktober befragten die Meinungsforscher 2.007 Frauen und Männer ab 14 Jahren.

Die Jungen fürchten Corona, die Älteren weniger

Die Krankenkasse stellt bei den Bürgern im Hinblick auf Covid-19 eine gewisse Abstumpfung fest. In der Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen ist aktuell die Sorge mit 30 Prozent besonders groß. Bei den Menschen ab 30 Jahren sinkt der Wert dagegen um 13 Prozentpunkte ab.

Deutliche Unterschiede gibt es laut DAK auch beim Bildungsgrad. So fürchten sich 29 Prozent der Befragten mit Hauptschulabschluss vor dem Corona-Virus, aber nur 17 Prozent der Frauen und Männer mit Abitur oder abgeschlossenem Studium.

Nach wie vor ist die Angst der Deutschen vor Krebs mit 70 Prozent am größten. Am zweithäufigsten geben die Befragten die Sorge vor Alzheimer oder Demenz an (54 Prozent). Einen Schlaganfall (49 Prozent) und Unfälle mit schweren Verletzungen (48 Prozent) fürchtet jeweils rund die Hälfte der Bürger. Eine psychische Erkrankung bereitet dagegen nur 35 Prozent Sorgen.

Frauen sind die Ängste vor Krankheiten bewusster. Sie geben laut der Krankenkasse etwas häufiger als Männer an, dass sie sich am meisten vor Krebs oder einer Demenzerkrankung fürchten.

Statistik: Herz-/ Kreislauferkrankungen häufigste Todesursache

Die Ängste der Deutschen geben nicht unbedingt die Realität wieder: Herz-/ Kreislauferkrankungen waren 2020 ein weiteres Mal die mit Abstand häufigste Todesursache in Deutschland, gefolgt von Krebsleiden. Diese beiden Krankheitsarten kommen laut der aktuellen Todesursachenstatistik des Statistischen Bundesamts (Destatis) auf einen Anteil von über 48 Prozent.

Für rund jeden 25. Todesfall (in absoluten Zahlen knapp 40.000) war eine Covid-19-Erkrankung ausschlaggebend (VersicherungsJournal 5.11.2021). So ist die Lebenserwartung in Deutschland durch Covid-19 leicht gesunken. Laut Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung ist der Rückgang im internationalen Vergleich aber „relativ gering” (Medienspiegel 13.10.2021).

Auf der anderen Seite befeuert die Pandemie die Nachfrage nach Kranken-Zusatztarifen. Der Grund: Viele Verbraucher fühlen sich aktuell unterversichert (61 Prozent). Sie suchen nach Optionen, die Lücken in ihrer Absicherung zu schließen, so die Unternehmensberatung Simon-Kucher & Partners in einer Auswertung (5.10.2021).

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