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Die Branchen mit den besten und den schlechtesten Gehältern

7.8.2019 – Oben auf der Gehaltsskala stehen in Deutschland Akademiker wie Oberärzte und Fondsmanager. Versicherungs-Mathematiker kommen mit ihrem Jahresgehalt auf Platz 13. Schlechter sieht es bei den Beschäftigten ohne Studienabschluss aus: Versicherungsmakler liegen mit ihrem Einkommen von 47.632 Euro erst auf Rang 62.

Die PMSG Personalmarkt Services GmbH hat auf ihrem Portal Gehalt.de einen Branchenvergleich der Vergütungen veröffentlicht. Der soll zeigen, welche akademischen und welche nichtakademischen Berufe in Deutschland am lukrativsten sind.

Laut der Auswertung liegen die Einkommen bei verschiedenen Berufen und Branchen in Deutschland weit auseinander. Akademiker bestimmter Berufszweige wie aus dem medizinischen Bereich führen das Feld an.

Zur Methodik

Die Analyse des Unternehmens stützt sich dabei nach eigenen Angaben auf die Auswertung von 224.385 Datensätzen. Gehalt.de wertete dabei die zehn am besten und die am schlechtesten bezahlten Jobs für Akademiker und Nicht-Akademiker in Deutschland aus.

Alle Angaben stammen von Beschäftigten ohne Personalverantwortung aus den vergangenen zwölf Monaten. Bei den Lohnangaben handelt es sich um den Median der Bruttojahresgehälter basierend auf einer 40-Stunden-Woche.

Versicherungs-Mathematiker verdienen über 71.000 Euro

Bei den Akademiker-Berufen erhalten Oberärzte in Deutschland den höchsten Lohn. Sie beziehen im Mittel 117.545 Euro im Jahr. Auf dem zweiten Platz folgen Fondsmanager mit einem Einkommen von 86.434 Euro. Auch Key-Account-Manager mit einem Gehalt von 81.104 Euro und Fachärzte (80.537 Euro) gehören der Spitzengruppe an.

Top-Gehälter Akademiker (Bild: Hefer)

Versicherungs-Mathematiker liegen unter den Akademikern auf dem 13. Rang. Sie kommen nach der Auswertung von Gehalt.de auf ein mittleres Jahresgehalt von 71.339 Euro.

Kreative zählen zu den Flop-Jobs

Zu den „Flop-Berufen“ für Akademiker zählen vor allem Mitarbeiter im kreativen Bereich: Grafiker liegen hier mit 34.194 Euro Jahreseinkommen auf dem zehnten und letzten Rang, gefolgt von Webdesignern (36.885).

Führend in der einkommensschwachen Gruppe sind Beschäftigte in der Kommunikation (47.991 Euro) und Lehrer an privaten Schulen (46.649). Ein Umweltingenieur verdient im Jahr 46.011 Euro.

Flop-Gehälter Akademiker (Bild: Hefer)

Gutverdiener arbeiten im Vertrieb, Pharma- und IT-Bereich

Für Beschäftigte mit einer Ausbildung ohne Akademikerabschluss gibt es das höchste Bruttojahres-Einkommen mit 73.503 Euro in der Regional-Verkaufsleitung. Danach folgen Pharma-Referenten mit 68.558 Euro und SAP-Berater mit einem Jahreseinkommen von 64.909 Euro.

Versicherungsmakler liegen mit 47.632 Euro erst auf dem 62. Platz. Für Versicherungsmanager sowie Agenten hatte Gehalt.de nicht genügend Daten für eine valide Auswertung zur Verfügung, so das Portal auf Nachfrage. Sie verdienen laut Stichproben allerdings besser als Makler: Beide liegen bei über 50.000 Euro im Jahr.

Top-Gehälter Nicht-Akademiker (Bild: Hefer)

Niedrigster Lohn im Service-Bereich

Zu den Berufen mit dem niedrigsten Gehalt in Deutschland gehören vor allem Jobs in der Gastronomie und in der Dienstleistungsbranche. So verdienen Küchenhilfen mit jährlich 22.033 Euro am wenigsten.

Auch die Einkommen von Friseuren (23.002 Euro) und Kellnern (23.873 Euro) bewegen sich in dem unteren Spektrum der Gehaltsskala. Physiotherapeuten bringen bei den Nicht-Akademikern 28.861 Euro im Jahr nach Hause, Pflegekräfte 28.614 Euro.

Vergleich mit anderen Erhebungen

Für 2018 wird in der Statistik für Vollzeitbeschäftigte im Versicherungsgewerbe ein monatlicher Verdienst (ohne Sonderzahlungen) von rund 4.850 Euro aufgeführt (VersicherungsJournal 25.3.2019).

Bei den Selbstständigen sieht das Einkommensniveau anders aus, wie die Strukturanalyse des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute e.V. (BVK) zeigte (6.8.2019). Demnach erzielten 31 Prozent der Vermittler einen Jahresgewinn unter 50.000 Euro. Mehr als ein Drittel liegen in der Gruppe zwischen 50.000 und 100.000 Euro. Und ein Drittel verdient mehr als 100.000 Euro.

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