Kurzmeldung

Verdi droht mit weiteren Streiks

29.11.2019 – Seit September verhandeln die Tarifparteien um einen Gehaltstarifvertrag für rund 170.000 Beschäftigte im Versicherungs-Innendienst (VersicherungsJournal 20.9.2019).

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Bei der der zweiten Verhandlungsrunde bot der Arbeitgeberverband der Versicherungs-Unternehmen in Deutschland e.V. (AGV) an, die Tarifgehälter ab 1. Februar 2020 linear um 1,7 Prozent, ab Februar 2021 um weitere 1,2 Prozent und ab Februar 2022 um zusätzliche 1,1 Prozent zu erhöhen (31.10.2019). Das hatte die Vereinte Dienstleistungs-Gewerkschaft (Verdi) als „nicht verhandlungsfähig“ zurückgewiesen.

Anschließend haben die Arbeitnehmervertreter mit Warnstreiks Druck gemacht. Die fanden laut Verdi in Hannover, Stuttgart, Karlsruhe, Mannheim, Düsseldorf, Berlin, Münster, Kiel, Köln, Koblenz, Hamburg, Wiesbaden, Frankfurt und dem Saarland statt (VersicherungsJournal 20.11.2019). Am Freitag sollen die betroffenen Arbeitnehmer in München auf die Straße gehen.

Die dritte Verhandlungsrunde findet an diesem Freitag am gleichen Ort statt. Nach Aussagen von Vertretern der Tarifpartner rechnen beide Seiten übereinstimmend „mit einem langen Abend“ am Verhandlungstisch. Verdi-Verhandlungsführerin Martina Grundler kündigte am Donnerstag an: „Wenn es in der morgigen Runde kein verhandlungsfähiges Angebot gibt, werden die Streiks im Dezember ausgeweitet.“

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