Leserbrief

Artikel ist intellektuell nicht ganz zu durchdringen

6.7.2019 – Wir, meine Bekannten und ich, werden ganz einfach nicht fertig mit dem Artikel, „Wer viel arbeitet, ist länger tot”. Die Diskussionen entzünden sich an der Todesdauer beziehungsweise an der Länge der Zeit, wo man sozusagen tot ist.

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Der Artikel begründet zwar die Aussage, ist jedoch intellektuell für uns nicht ganz zu durchdringen. Von den Radikalen unter uns wird die These vertreten: Tod ist Tod. Da kann man durchaus mitgehen, wenn da nicht die Populisten wären, die da behaupten, das Leben beginnt von Neuem.

Wie wird das jedoch gemessen? Wird jeder Tod mit der Auferstehung beendet? Und wann ist es für jeden soweit?

Sie beweisen im Artikel, dass es mit der Arbeitsleistung zusammenhängt. Das haben wir schon immer gewusst! Was aber passiert mit den in Urnen Bestatteten? Und was soll man dann mit den Wiederauferstandenen machen? Sind wir nicht eh schon viel zu viel auf der Welt? Auch zanken wir uns jetzt schon dauernd. Was ist also, wenn Erbschaften immer wieder neu angefochten werden? Wo soll das bloß hinführen?

Passen die Kleider noch, wenn man wiedererscheint, oder muss man sich neu einkleiden? Zahlt die Sterbegeldversicherung noch bei nur vier Monaten Tod (die ganz Faulen!). Muss man in der Risiko-Lebensversicherung den Faulheitsgrad angeben oder gar den Beruf beschreiben? Bitten dringend um Antwort und Klärung und nicht erst zum 1. April 2020.

Thomas Oelmann

thomas.oelmann@gmx.com

zum Artikel: „Lebenserwartung: Wer viel arbeitet, ist länger tot”.

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