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So verhindert man Hitzeschäden an Computer, Smartphone & Co.

26.7.2019 – Computer, Smartphones und Navigationsgeräte können bei allzu hohen Temperaturen Hitzeschäden erleiden. Hinzu kommt die Gefahr durch Gewitter, die schon manchen Geräten den Garaus gemacht haben. Dabei bedarf es nur ein paar einfacher Maßnahmen, um seine Technik störungsfrei und sicher durch den Sommer zu bringen.

Datenrettungsfirmen können sich an heißen Tagen wie den derzeitigen nicht über Arbeit beklagen. Denn bei Temperaturen jenseits von 35 Grad Celsius machen nicht wenige Computer schlapp. Das kann den Verlust wichtiger Daten zur Folge haben.

Das Gros neuerer Computer überwacht zwar von sich aus die Betriebstemperatur, um bei einem Hitzestau automatisch herunterzufahren. Darauf sollte man sich aber nicht blind verlassen. Es ist besser, zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen.

Kühlen und reinigen sind das Gebot der Stunde

Bei sommerlicher Hitze ist es wichtig, dass die Kühlung des Rechners funktioniert. Computer sollten folglich weder der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden, noch in umbauten Fächern eines Computertisches oder gar in einem Schreibtisch stehen. Das gilt selbstverständlich auch für Notebooks und Tablet-PCs.

Am besten sorgt man für ausreichend Platz rund um das Gerät. Denn dadurch wird gewährleistet, dass die Belüftungsöffnungen nicht verdeckt werden. Wichtig ist es, die Ventilatoren, sprich Lüfter eines Rechners sowie sonstige Bauteile regelmäßig von Staub zu befreien. Der legt sich nämlich wie eine wärmende Decke auf die Komponenten.

Zur Reinigung schraubt man den PC auf und reinigt ihn mit einem weichen Pinsel oder einem auf niedrigster Stufe laufenden Staubsauger. Am besten besorgt man sich eine spezielle Düse, die für wenig Geld im Handel erhältlich ist. Die Reinigungsarbeiten dürfen natürlich nicht während des laufenden Betriebes durchgeführt werden. Aus Sicherheitsgründen muss man den PC vorher unbedingt vom Stromnetz trennen.

Platz schaffen

Bei solch einer Aktion kann man jedoch einiges falsch machen. Wer sich seiner Sache nicht absolut sicher ist, sollte die Reinigungsarbeiten daher lieber Fachleuten oder zumindest einem erfahrenen Bekannten überlassen.

Bei dieser Gelegenheit können auch nicht mehr einwandfrei funktionierende Lüfter gegen leistungsfähigere ausgetauscht werden. Denn auch das sorgt für mehr Kühlung.

Auch der Austausch der von manchen Herstellern immer noch verwendeten Flachbandkabel gegen eine moderne runde Verkabelung bringt deutliche Vorteile. Denn je mehr sperrige Bauteile sich in einem Computergehäuse befinden, desto schlechter ist die Belüftung.

Zusätzliche Kühlung

In Büros stationär eingesetzte Computer (Desktop-PCs) besitzen häufig ein so großes Gehäuse, dass zusätzliche Lüfter eingebaut werden können. Da das den Geräuschpegel des Rechners erhöhen kann, sollte man beim Kauf nach möglichst leisen Ventilatoren fragen und bei Grafikkarten auf Systeme mit Kühlrippen setzen.

Bei den meisten Computern kann man im sogenannten BIOS einstellen, dass der Rechner bei Erreichen eines bestimmten Temperaturgrenzwerts (empfohlen werden maximal 60 bis 65 Grad Celsius) automatisch abgeschaltet wird.

Das kann den PC zwar vor Hitzeschäden bewahren. Bei einer automatischen Abschaltung gehen jedoch die bis dahin nicht gespeicherten Daten verloren. Bei Hitze ist es daher besonders wichtig, die Daten regelmäßig und häufig zu speichern.

Eingriffe ins BIOS, sprich das Herz, eines PCs sind nicht ganz unproblematisch. Fehler können im Extremfall dazu führen, dass der Computer seinen Dienst verweigert. Man sollte daher auch diese Arbeiten lieber Computerfachleuten oder erfahrenen Anwendern überlassen.

Software schützt vor Hitzetod

Die Temperatur der Festplatte kann man auch durch spezielle Software, wie zum Beispiel den Acronis Drive Monitor, überwachen lassen. Das Programm warnt auch vor anderen möglichen Festplattenfehlern. So kann man den Datenspeicher gegebenenfalls rechtzeitig austauschen, ohne einen Verlust wichtiger Dateien befürchten zu müssen.

Nach einer kurzen Registrierung des Nutzers steht die Software zum kostenlosen Download auf den Acronis-Internetseiten zur Verfügung. Die Meldungen des Programms sind auch für Laien verständlich, so dass sie im Bedarfsfall die notwendigen Maßnahmen treffen können.

Schutz für Notebooks & Co.

Notebooks und Tablet-PCs sind bei sommerlichen Temperaturen in besonders starkem Maße gefährdet. Denn wegen ihrer Bauart kann in ihnen die Luft kaum zirkulieren. Auch für den Einbau zusätzlicher Lüfter fehlt in der Regel der Platz.

Im Handel sind daher spezielle Lüfter-Pads erhältlich, die unter den Geräten platziert werden können und so für mehr Kühlung sorgen.

Bei starker Hitze sollte man es übrigens vermeiden, rechnerintensive Programme, aufwendige Spiele oder HD-Videos aufzurufen. Denn dabei werden der Prozessor des Computers sowie die Grafikkarte in ganz besonderem Maße beansprucht. Wenn die Temperaturen steigen, altern Akkus schneller, ihre Kapazität lässt nach und die Selbstentladung steigt.

Risikofaktor Auto

Dass mobile Endgeräte bei Arbeiten im Freien oder beim Autotransport möglichst nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden sollten, versteht sich von selbst. Daran sollte man auch denken, wenn man sie im Auto liegen lässt.

Denn in geparkten Fahrzeugen steigt die Temperatur im Sommer schnell mal auf 60 Grad Celsius und mehr. Das geht nicht nur zulasten der Lebensdauer der Akkus. Auch die Displays können bei allzu hohen Temperaturen Schaden nehmen. Das kann in ungünstigen Fällen zu einem dauerhaften Flimmern des Monitors führen.

Lässt es sich nicht vermeiden, ein Gerät im Auto liegen zu lassen, so sollte man den Akku möglichst entfernen und ihn mitnehmen anstatt zu riskieren, dass er im überhitzten Fahrzeug Schaden nimmt.

Auch Smartphones und Navigationsgeräte müssen geschützt werden

Hat man ein Gerät doch einmal im Auto vergessen, so sollte man es langsam wieder an normale Raumtemperaturen gewöhnen. Denn ein zu schneller Wechsel zwischen heiß und kalt, etwa bei einer Zwischenlagerung in klimatisierten Räumen oder gar in einem Kühlschrank, kann zur Bildung von Kondenswasser führen und Schäden verursachen.

Vor Hitze sind übrigens auch Smartphones und Navigationsgeräte zu schützen. Denn auch die können bei zu hohen Temperaturen schlappmachen. Man sollte die elektronischen Helfer daher nach Möglichkeit nicht in einem geparkten Auto zurücklassen. Ist das unumgänglich, sollte das Fahrzeug unbedingt im Schatten geparkt werden.

Smartphones und Tablet-PCs gelten als besonders empfindlich. Wird zum Beispiel bei einem iPhone eine Temperatur von 35 Grad Celsius erreicht, wird eine Warnung ausgegeben.

Hilfreiche App

Für Geräte mit dem Android-Betriebssystem ist im Google-Play-Store eine kostenlose App namens CPU Thermometer erhältlich. Sie zeigt die Temperatur der CPU sowie die des Akkus an, so dass man das Gerät rechtzeitig in Sicherheit bringen kann. Eine weitere Auswahl an Kühlern findet man nach einem Mausklick auf diesen Link.

Manche Hersteller versprechen zwar eine Hitzetauglichkeit ihrer mobilen Geräte von bis zu plus 50 Grad Celsius. Fachleute halten diese Angaben jedoch für wenig realistisch. Demnach sind Temperaturen jenseits der 35-Grad-Marke grundsätzlich problematisch.

Mach mal Pause

Verweigert ein Rechner wegen Überhitzung plötzlich seinen Dienst, hilft es bei stationären PCs als Sofortmaßnahme, eine Seitenwand des Computergehäuses abzuschrauben und den PC mit einem zusätzlichen Ventilator von außen zu kühlen. Anschließend sollte man ihm eine Pause von mindestens 30 Minuten gönnen.

Die weit verbreitete Meinung, dass ein Rechner mit abmontierter Seitenwand heiße Tage grundsätzlich besser übersteht, ist falsch. Denn dann wird das ausgeklügelte Strömungsbild der Lüfter durcheinander gebracht mit der Folge, dass genau das Gegenteil von dem eintritt, was man eigentlich erreichen will. Das Computergehäuse sollte nach der Abkühlphase daher wieder geschlossen werden.

Im Übrigen hilft es, dem Computer regelmäßig ein wenig Ruhe zu gönnen. In Arbeitspausen sollte er in den Standby-Modus versetzt werden. Wie man dazu vorgehen muss, wird auf diesen englischsprachigen Microsoft-Internetseiten erklärt. Wer das Betriebssystem Windows 10 nutzt, findet auf dieser Internetseite des Computermagazins Chip eine deutschsprachige Erklärung.

Schutz vor Schäden durch Überspannung

Nicht nur Hitze, auch elektrische Entladungen während eines Gewitters gehören in den Sommermonaten zu den berüchtigten Computerkillern. Ein Überspannungsschutz zwischen Computer und Steckdose verhindert, dass schädliche Stromstöße und Überspannungen PC-Systeme beschädigen können.

Neben professionellen Lösungen für den Schutz der kompletten Stromversorgung eines Gebäudes kann man sich durch sogenannte Überspannungs-Schutzleisten vor den Folgen von Überspannungsschäden durch Blitzschlag schützen. Bei direkten Blitzeinschlägen sind die Leisten allerdings machtlos.

Wer ganz sicher gehen will, muss bei Gewitter die Stecker ziehen. Das gilt nach einer Empfehlung des Providers 1&1 auch für den DSL-Anschluss. In diesem Fall besteht jedoch weder eine Internet- noch eine Telefonverbindung, so dass Notrufe allenfalls über ein Mobiltelefon getätigt werden können.

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