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Die PKV-Anbieter mit dem größtem Zusatzversicherten-Schwund

12.10.2020 – Rund sechs von sieben privaten Krankenversicherern bauten im vergangenen Jahr die Zahl der Ergänzungsversicherten aus. Die größten Zuwächse erzielten die Allianz (absolut) und die Hallesche (prozentual). Auf der anderen Seite schrumpften die Axa (absolut) und die LKH (prozentual) am stärksten. Dies zeigt eine Datenzusammenstellung der Zeitschrift für Versicherungswesen.

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Die Zahl der Krankenzusatz-Versicherten ist im vergangenen Jahr nach vorläufigen Zahlen (Stand: 20. Juni 2020) auf den neuen Höchststand von 26,78 Millionen gestiegen. Dies berichtet der Verband der privaten Krankenversicherung e.V. (PKV-Verband) in seinem Webangebot. Die Steigerung entspricht einem Plus von etwa einer dreiviertel Million beziehungsweise knapp drei Prozent.

Bestandsentwicklung (Bild: Wichert)

Rund jeder siebte PKV-Anbieter mit Rückgang

Auf Ebene der einzelnen Unternehmen betrachtet ist nach einer Datenzusammenstellung der Zeitschrift für Versicherungswesen eine höchst unterschiedliche Entwicklung zu beobachten. Dies ist der Analyse „Die PKV im Jahre 2019“ in der Ausgabe 19/2020 der Fachzeitschrift zu entnehmen.

So hatten fünf der 32 aufgelisteten Gesellschaften Rückgänge hinzunehmen. Nach absoluten Zahlen schrumpfte der Bestand bei der Axa Krankenversicherung AG mit einem Minus von 2.237 am stärksten. Bei der Süddeutschen Krankenversicherung a.G. (SDK) fiel die Verminderung mit 4.724 Personen ähnlich groß aus.

Bei der Landeskrankenhilfe V.V.a.G. (LKH) reduzierte sich der Bestand um 2.822 Zusatzversicherte, bei der Continentalen Krankenversicherung a.G. um 1.399. Beim Debeka Krankenversicherungs-Verein a.G., dem unangefochtenen Branchenprimus in der Vollversicherung, ging es in Krankenzusatz um die Zahl von 843 Individuen bergab.

Die Axa, die Continentale, die LKH und die SDK hatten auch in den beiden Jahren davor Bestände in Zusatzversicherung verloren (19.9.2019, 9.10.2018).

Diese Anbieter wuchsen am stärksten

Auf der anderen Seite bauten 27 Gesellschaften ihren Bestand an Ergänzungsversicherten aus. Dabei konnte die Allianz Private Krankenversicherungs-AG am deutlichsten zulegen (plus 69.000). Die R+V Krankenversicherung AG wuchs mit über 53.500 „nur noch“ halb so stark wie 2018.

Die Ergo Krankenversicherung AG (früher Ergo Direkt, 28.3.2019) erzielte ein Plus von 52.350 Personen, was in etwa auf dem Niveau des Jahres zuvor liegt. Zuwächse von jeweils über 40.000 hatten die Hallesche Krankenversicherung AG und die Barmenia Krankenversicherung AG zu verzeichnen.

Um jeweils über 30.000 Ergänzungsversicherte legten die Generali Deutschland Krankenversicherung AG (früher Central, 2.7.2020), die Gothaer Krankenversicherung AG sowie die UKV – Union Krankenversicherung AG und Bayerische Beamtenkrankenkasse AG (BBKK) zu.

Bestandszuwachs absolut (Bild: Wichert)

Debeka mit dem stärksten prozentualen Wachstum

Im vergangenen Jahr schaffte nur die mit gut 445.000 versicherten Personen mittelgroße Hallesche einen zweistelligen prozentualen Zuwachs.

Mit jeweils über sieben legten auch die mit einem Bestand von 277.000 Zusatzversicherten eher kleine Nürnberger Krankenversicherung AG, die mittelgroße Gothaer (488.000) und die sehr kleine Concordia Krankenversicherungs-AG (100.000) vergleichsweise stark zu.

Auf der anderen Seite hatte die mit 153.000 Ergänzungsversicherten kleine LKH mit 1,8 Prozent das relativ größte Minus hinzunehmen. Die mittelgroße SDK (476.000) schrumpfte um 1,0 Prozent.

Veränderungen prozentual (Bild: Wichert)

R+V und Continentale mit Rangveränderung

Den größten Bestand weist mit fast 3,6 Millionen weiterhin die DKV Deutsche Krankenversicherung AG auf. Dahinter folgen in unveränderter Reihenfolge die Allianz, die Signal Iduna Krankenversicherung a.G., die Debeka und die Ergo mit zwischen 2,1 Millionen und knapp 1,65 Millionen Zusatzversicherten.

Rangliste (Bild: Wichert)

An sechster bis achter Stelle liegen weiterhin die Generali, die UKV und die BBKK mit ebenfalls jeweils siebenstelligen Beständen. Die Barmenia behauptete die neunte Position. Die R+V überholte die Continentale und verdrängte sie von Platz zehn. Rang zwölf belegt nach wie vor die Axa.

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