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Freitag, der 13. – ein Unglückstag?

13.11.2020 – Entgegen dem weit verbreiteten Volksglauben passieren an einem Freitag, den 13., im langjährigen Mittel weder mehr noch weniger Unfälle und Schäden als an jedem anderen Tag. Das haben statistische Auswertungen der Gothaer und der Zurich ergeben. Zu ähnlichen Ergebnissen kommen GDV und R+V. Als Aktionstag für die Kampagne ‚Rauchmelder retten Leben‘ ist er positiv belegt.

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Als „zahnlosen Tiger“ bezeichnet der Gothaer-Konzern den angeblichen Unglückstag. „In normalen Jahren verzeichnen wir zwischen 500 und 600 Schäden täglich und ein Freitag, der 13., lag bisher immer im soliden Durchschnitt“, erklärt Tobias Eichholz vom Schaden-Controlling. Unter den Wochentagen sei der Montag viel schlimmer.

In diesem Jahr wurden beispielsweise am Freitag, den 13. März, genau 439 Fälle registriert. Ein „normaler“ Freitag kam im Schnitt auf 468 Schäden. „Man könnte beinahe meinen, die Menschen sind am vermeintlichen Unglückstag extra vorsichtig“, sagt Eichholz.

Im Vergleich zum Vorjahr sind im Corona-Jahr die Schadenzahlen bislang um rund 13 Prozent gesunken, meldet der Versicherer und sieht darin etwas Gutes. Die neuen Verhaltensweisen der Menschen würden positive Auswirkungen zeigen. Daran werde auch der heutige Tag voraussichtlich nichts ändern.

„Dem Aberglauben mit klarer Mathematik entgegnen.“

Zurich

Eine Häufung von Unglücken ist nicht belegbar

Entwarnung gibt auch die Zurich Gruppe Deutschland. Im langjährigen Mittel liege die Zahl der an einem Freitag, den 13., gemeldeten Fälle auf ähnlichem Niveau wie an allen anderen Tagen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Der Versicherer wertet die eigene Schadenstatistik jedes Jahr speziell unter diesem Aspekt aus, um „dem Aberglauben mit klarer Mathematik zu entgegnen“.

Das Fazit: Auch wenn der 13. eines Monats auf einen Freitag falle, bestünde in der statistischen Langzeitbetrachtung kein Anlass zu besonderer Sorge. „In diesem Jahr beispielsweise liegt der letzte ‚Unglückstag‘, 13. März, im Vergleich um 7,1 Prozent unter dem Durchschnittswert aller anderen Tage“, berichtet Bernd O. Engelien, Leiter Unternehmens-Kommunikation.

Zu ähnlichen Ergebnissen kommt auch der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV). Eine Häufung von Unglücken sei nicht mit Zahlen belegbar. Auch der R+V-Konzern berichtet, dass in den letzten fünf Jahren am besagten Datum weniger Schäden aufgetreten seien als an einem „normalen“ Tag (VersicherungsJournal 13.3.2020).

Jeder Freitag der 13. ist Tag des Rauchmelders

Der GDV hilft darüber hinaus mit, dass der Tag positiver belegt ist. Er unterstützt die Kampagne „Rauchmelder retten Leben“, die 1999 ins Leben gerufen wurde. Sie hat bewirkt, dass seit 2006 jeder Freitag, der auf den 13. eines Monats fällt, Tag des Rauchmelders ist.

2003 führte Rheinland-Pfalz als erstes Bundesland eine Pflicht zur Installation von Rauchmeldern in allen Wohnungen ein. Wenn Ende 2020 auch Berlin und Brandenburg folgen, werden sie in allen 16 Ländern vorgeschrieben sein.

Die Warngeräte machen sich nach Angaben des GDV längst statistisch bemerkbar: Von 2004 bis 2016 haben sie einer Studie zufolge im Schnitt 68 Menschenleben pro Jahr gerettet. Die Zahl der Brandtoten sinkt.

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