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Berufe-Ranking: Heftige Klatsche für Versicherungsvertreter

20.8.2019 – Das Berufsbild des Versicherungsvertreters landet im Image-Ranking von ausgewählten Berufsbildern erneut nur auf dem letzten Platz. Dies zeigt die „Bürgerbefragung öffentlicher Dienst 2019“ des Deutschen Beamtenbundes. Nicht einmal mehr jeder zwölfte Bundesbürger bringt dem Vertreter ein „(sehr) hohes“ Ansehen entgegen. Am besten schneiden erneut Feuerwehrmänner ab.

Seit 2007 erhebt der DBB Beamtenbund und Tarifunion jedes Jahr, wie es um das Ansehen der Beamten und bestimmter anderer Berufsgruppen in der Bevölkerung bestellt ist.

Für die „Bürgerbefragung öffentlicher Dienst 2019“ hat der DBB die Forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH in diesem Sommer 2.006 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger ab 14 Jahre zum Ansehen von 34 ausgewählten Berufsgruppen nach der Cati-Methode befragen lassen.

Versicherungsvertreter mit dem niedrigsten Ansehen

Nur auf dem letzten Platz landete in der aktuellen Befragung der Versicherungsvertreter. Da in der Verbraucherwahrnehmung meist nicht zwischen den verschiedenen Vermittlertypen unterschieden wird, ist davon auszugehen, dass die Ergebnisse für unabhängige Vermittler generell nicht wesentlich besser ausfallen würden.

Wie schon in früheren Auflagen der Bürgerbefragung (VersicherungsJournal 30.8.2018, 25.8.2017, 22.1.2016, 27.8.2014), ist es um die Wertschätzung des Berufsbilds Versicherungsvertreter erneut alles andere als gut bestellt. Gerade einmal acht Prozent der Befragten bringen diesem Berufsbild ein „(sehr) hohes“ Ansehen entgegen.

Seit Jahren Schlusslicht

Dies bedeutet einen Rückgang um zwei Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Der aktuelle Wert liegt damit sogar um einen Prozentpunkt unter dem bisherigen Tiefststand von vor zwei Jahren (29.8.2016). Große Schwankungen gab es allerdings in der mittlerweile zwölfjährigen Geschichte der Erhebung nicht: Die Ansehenswerte lagen immer zwischen acht und zwölf Prozent.

Die Brancheninitiativen zur Imageverbesserung, die die Assekuranz in den vergangenen Jahren ins Leben gerufen hat, haben das Ansehen des Vertriebs augenscheinlich nicht verbessert. Verwiesen sei hier etwa auf die Initiative des „Ehrbaren Kaufmanns“ (20.2.2015) oder die des „Verhaltenskodex‘ Vertrieb“ (7.10.2013).

Über die Gründe für das schlechte, wenn nicht sogar als miserabel zu bezeichnende Image des Berufsstands Versicherungsvertreter haben sich diverse Branchenteilnehmer in zahlreichen Leserzuschriften ausgelassen (3.9.2018, 6.9.2018)

Steuerbeamte mit mehr als drei Mal so hohem Ansehen

An vorletzter Stelle im Ansehen-Ranking der Berufsbilder liegen Mitarbeiter einer Werbeagentur, die nur leicht besser als die Versicherungsvertreter abschneiden.

Auf vergleichsweise niedrige Ansehenswerte von jeweils unter 20 Prozent kommen auch Mitarbeiter einer Telefongesellschaft, Politiker und Manager.

Niedrigstes Ansehen (Bild: Wichert)

Steuerbeamte und Bankangestellte kommen mit einem Wert von jeweils rund einem Viertel auf einen mindestens vier Mal so hohen Ansehenswert wie die Versicherungsvertreter. Den Beamten insgesamt bringt immerhin ein gutes Drittel ein „(sehr) hohes“ Ansehen entgegen.

Die Berufe mit dem höchsten Ansehen

Am angesehensten ist die Berufsgruppe der Feuerwehrmänner, deren Ansehen bei nahezu allen Befragten „(sehr) hoch“ ist (94 Prozent). Dahinter folgen Ärzte, Kranken- beziehungsweise Altenpfleger, Polizisten sowie Erzieher im Kindergarten beziehungsweise in einer Kindertagesstätte mit Werten zwischen 88 und 80 Prozent.

Höchstes Ansehen (Bild: Wichert)

Im Vergleich zum Vorjahr fällt auf, dass die Bewertung für alle Berufsgruppen schlechter ausfielen – und dies zum Teil sogar deutlich. Unternehmer verloren am stärksten an Reputation (minus 14 Prozentpunkte), gefolgt von Journalisten (minus elf Prozentpunkte) sowie Techniker, Briefträger, Bankangestellte und Politiker (jeweils minus neun Prozentpunkte).

Auf Dreizehnjahressicht betrachtet konnten Müllmänner (plus neun Prozentpunkte) und Beamte (plus sieben Prozentpunkte) sowie Briefträger (plus elf Prozentpunkte) am stärksten zulegen. Die größten Ansehensverluste stehen für die Unternehmer (minus 20 Prozentpunkte), Manager (minus 18 Prozentpunkte) sowie die Bankangestellten (minus 14 Prozentpunkte) zu Buche.

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