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In eigener Sache

Die Bedeutung von Assistance wächst

11.6.2018 – Bei der Bewertung von Produkten geben Assistanceleistungen selten den Ausschlag. Aber: Fast alle bekannten Ratingagenturen beziehen diese Leistungen in einige ihrer Bewertungsverfahren ein. Dies zeigt sich im aktuellen VersicherungsJournal Extrablatt, das sich ausschließlich mit Hilfsleistungen von Versicherern und Vermittlern beschäftigt. Über die Rolle von Assistance im PKV-Rating berichtet Reinhard Klages, Chefredakteur des Map-Reports, im Interview.

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VersicherungsJournal: Herr Klages, der Map-Report bewertet beim Rating Private Krankenversicherung (PKV) die Assistanceleistung „Gesundheitsmanagement“. Was verstehen Sie darunter?

Reinhard Klages (Bild: Pieloth)
Reinhard Klages (Bild: Pieloth)

Reinhard Klages: Dabei tritt der Versicherer über die reine Leistungserstattung als Berater und/oder Organisator von Prozessen und Maßnahmen auf, die der Gesundheit des Versicherten dienen sollen. Das können beispielsweise Aufklärung und Information, Disease- und Case-Management-Programme oder Präventionsmaßnahmen sein.

VersicherungsJournal: Inwieweit sollte ein Versicherungsvermittler diese Leistungen bei seinen Angeboten an den Kunden im Blick haben?

Klages: Das hängt vom Kunden und seinen Bedürfnissen ab. Für die Versicherer sind umfangreiche Leistungen dieser Art nicht ganz billig. Insofern dürfte dieser Service sich auch im Beitrag niederschlagen. Im Laufe der Jahre haben sich 24 Versicherer am PKV-Rating beteiligt. Es hat sich dabei aber nie bestätigt, dass die Beiträge bei Anbietern mit umfangreichen Serviceleistungen dieser Art signifikant höher waren als bei Versicherern, die sich hier eher zurückhalten.

VersicherungsJournal: Gibt es einen Mindestumfang bei diesen Assistanceleistungen, der aus Ihrer Sicht unentbehrlich ist?

Klages: Nein. Das muss, wie gesagt, der Kunde entscheiden. Gerade die PKV ist eine typische Individualversicherung, das heißt, das Produkt muss so individuell sein, wie die Menschen mit ihren Wünschen nach bestmöglicher gesundheitlicher Absicherung. Beim Rating haben wir einen Katalog von Fragen zu diesem Thema. Und je mehr Fragen bejaht werden, desto mehr Punkte kann das Unternehmen für die Gesamtnote erzielen.

Sicherlich ist diese Bewertung nicht für jeden einzelnen Kunden passend. Denn nicht jedes mit „hervorragend“ oder „sehr gut“ bewertete Unternehmen in unserem Rating muss für jeden Kunden das Beste sein. Das schreiben wir auch seit Jahren in jedes Heft und warnen davor, die Ergebnisse überzubewerten. Was passt oder nicht, muss der Vermittler im Gespräch mit dem Kunden erarbeiten. Wir liefern ihm dazu das Angebot für die Informationen und Beratung des Kunden.

VersicherungsJournal: Gewinnt Assistance Ihrer Einschätzung nach an Bedeutung? Und wenn ja, wird das etwas an Ihren Ratings ändern?

Klages: Ich glaube schon, dass die Bedeutung zunimmt. Das sieht man auch an den Entwicklungen der Leistungen. Die Versicherer erweitern ihre Disease- und Case-Management-Programme stetig um weitere Krankheitsbilder, gehen mit der Zeit und bieten alle möglichen Leistungen online, via App oder Upload und auch Wearables an. Das ist ein ständiger Prozess. Ebenso wie das Rating. Es gab in den vergangenen Jahren kaum ein PKV-Rating, bei dem die Ergebnisse mit denen des Vorjahres direkt vergleichbar waren.

Wir versuchen, auch künftig am Ball zu bleiben und mit der Entwicklung Schritt zu halten. Deshalb bieten wir auch allen Versicherern immer wieder einen konstruktiven Austausch an.

So kommt das Extrablatt zu Ihnen

Das vollständige Interview, die Vorgehensweise von Ratingagenturen in Sachen Assistance und noch einiges mehr finden sich im VersicherungsJournal Extrablatt 2|2017. Abonnenten, die sich über dieses Formular schon im Internet registriert haben, erhalten in diesen Tagen ihr persönliches Exemplar per Post – und das ohne Heft- und Portokosten, sofern sie in Deutschland wohnen.

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