WERBUNG
Nachricht

Neuer Versicherungsvermittler für Kfz-Policen gestartet

15.10.2020 – Mercedes hat mit Swiss Re einen neuen Versicherungsvermittler gestartet. Das Geschäft mit Versicherung wollen die Autohersteller künftig selbst machen. Sie dringen immer stärker in die Wertschöpfungskette um Finanzdienstleistungen ein. Die Tätigkeit des klassischen Vermittlers gerät an vielen Stellen unter Druck. Alles zielt auf den wertvollen Kunden. Daher sollte man die ungeliebte Kfz-Sparte nicht ausblenden. Sie ist und bleibt ein Massenmarkt. Über Entwicklungen und Tools, die die Autoversicherung wieder interessant machen, berichtet ein neues Dossier des VersicherungsJournals.

WERBUNG

Eine voll digitale Autoversicherung plant die Daimler Mobility AG gemeinsam mit dem Rückversicherer Swiss Re Group. Die Unternehmen haben die Movinx GmbH gegründet – einen „internationalen Versicherungsvermittler“.

Unternehmensziel des Joint-Ventures, an dem beide Unternehmen zu 50 Prozent beteiligt sind, ist laut Homepage „die Entwicklung und Verwaltung von Versicherungsprodukten für Automobilhersteller und Mobilitätsanbieter“. Gleichzeitig ist eine globale IT-Plattform geplant, die alle Partner, wie etwa der Autohersteller Mercedes-Benz AG, nutzen sollen.

Kein Soforteinstieg in deutschen Markt

Versicherungsvermittler können sich zunächst einmal entspannen. Die Kooperation wurde gerade erst gestartet. In der Praxis dürfte es noch länger dauern, bis das Unternehmen eine Konkurrenz für das klassische Geschäft in Deutschland entwickelt.

Auf Rückfrage erläutert die Swiss Re. „Die ersten Versicherungsprodukte und -dienstleistungen sollen 2021 in Frankreich eingeführt werden.“ In den kommenden Jahren seien weitere Markteintritte in Europa, Amerika und Asien beabsichtigt.

Einen konkreten Plan für Deutschland scheint es noch nicht zu geben, obwohl Movinx am 25. September 2020 in Berlin als „Managing General Agent“ seine Arbeit aufgenommen hat. Eine Eintragung ins deutsche Vermittlerregister ist bisher nicht zu finden.

Autohersteller bedrängen den Vertrieb

Doch längst bedrohen die Autohersteller den Vermittlermarkt durch den Verkauf von Versicherungspolicen im Autohaus. Mercedes vermittelt Autoversicherungen über seine Finanz- und Mobilitätssparte Daimler Mobility.

Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2019 rund 2,4 Millionen Versicherungspolicen im Automotive Segment vermittelt. Im ersten Halbjahr 2020 waren es – trotz der Corona-Pandemie – schon rund ein Millionen Verträge.

Telematiktarife mit hohem Absatzpotenzial

Stark engagieren sich Daimler und Swiss Re derzeit im Bereich Telematik. Daimler Insurance Services ist mit „Pay how you drive“- (PHYD-) Produkten in den fünf Märkten Deutschland, Frankreich, Belgien, Niederlande und Großbritannien aktiv.

„Daten-basierte Versicherungsprodukte haben sich in den letzten 18 Monaten in unserer Beobachtung im Gesamtmarkt sehr stark entwickelt. Das sehen wir auch im Absatz unserer Produkte“, so die Swiss Re. Zwischenzeitlich seien alle wesentlichen Mercedes-Benz- (Pkw) Modelle Telematik-versicherungsfähig. Seit August 2020 gibt es den Probetarif „Try before you buy“.

Mercedes: mehrere Assekuranzen im Angebot

Beim Telematiktarif „InScore“ kooperiert Daimler Mobility mit der HDI Versicherung AG. Wer bis Dezember 2020 den Tarif bucht, erhält bereits 20 Prozent Startbonus (VersicherungsJournal 20.9.2017). Möglich ist, durch guten Fahrstil insgesamt einen Rabatt von 30 Prozent zu erhalten.

Neu ist der Ansatz, dass der Finanzdienstleister neben dem HDI mit der Allianz Versicherungs-AG, der Axa Versicherung AG, der Kravag Allgemeine Versicherungs-AG, der R+V Versicherung AG und der VHV Allgemeine Versicherung AG gleich mehrere Anbieter im Programm hat.

Brandgefährliche Entwicklung für unabhängige Vermittler

Dem Trend, über fremde Ökosysteme an die Kunden zu kommen, folgt auch der Internet-Versicherungsmakler Check24 Vergleichsportal GmbH. Denn allen 1,5 Millionen Kunden, die jährlich über die Mobile.de GmbH ein Auto kaufen, wird eine Versicherung über das Multi-Vergleichsportal angeboten.

Solche Entwicklungen sind für klassische unabhängige Vermittler brandgefährlich. Denn Check24 bietet deutlich mehr als nur die Vermittlung von Kfz-Versicherungen.

Daher bleibt es dabei: Wer seine Kfz-Versicherungskunden verliert, muss damit rechnen, dass auch andere Verträge verloren gehen. Gleichzeitig bietet jeder Kfz-Versicherungs-Solokunde Cross-Selling-Potenzial.

Günstiger Tarif nicht alles

Um diese Chancen zu heben, gilt es, den Außenauftritt aktiv zu gestalten. So schreibt etwa aktuell das Infoportal Auto-presse.de von Wittmann Media in dem Ratgeber „Kfz-Versicherung: Findet man mit Preisvergleichsportalen die besten Tarife?“:

„Vorsicht, Tarife sind nicht alles! Beim Wechsel der Kfz-Versicherung allein nach den günstigsten Beiträgen auszuwählen, ist keine gute Idee. Auch Eigenschaften wie die Qualität des Kundenservice sind beachtenswerte Auswahlkriterien, wenn es um Autoversicherungen geht. Je besser der Service, desto mehr Stress bleibt einem beispielsweise im Schadensfall erspart.“

Wirklich gute Erfahrungswerte mit der Schadenregulierung von Kfz-Versicherer haben aber eigentlich nur unabhängige Versicherungsvermittler. Sie sollten solche Alleinstellungsmerkmale nutzen und deutlich kommunizieren, wenn sie in einem immer schärferen Wettbewerb um den „Auto“-Kunden bestehen wollen.

Lesetipp: Dossier „Mit der Autoversicherung Geld verdienen“
Cover (Bild: VersicherungsJournal)

Bei der Kfz-Versicherung heißt es seit einigen Jahren bereits: zu wenig Verdienst für zu viel Aufwand. Dennoch gibt es Entwicklungen, die die Sparte wieder interessanter machen, auch technischer Art. Die Maklervergleichsprogramme sind mannigfaltiger geworden und es gibt Nischen im Kfz-Versicherungsmarkt, auf die man sich spezialisieren kann.

Mit dieser Frage und den individuellen Geschäftsmodellen von Maklern beschäftigt sich ein neues Dossier des VersicherungsJournals. Es berichtet, was die Praktiker machen und welche Trends es in der Autoversicherung gibt.

Praxisbeispiele und Tipps für die Bestandspflege

Jeder Vermittler kann ein eigenes System entwickeln, wie er den hohen Arbeitsaufwand für Kfz-Versicherte kanalisiert und möglichst gering hält. Praxisbeispiele, Strategien, Tools und Tipps, wie das Geschäft gewinnbringend umgesetzt werden kann, liefert die jetzt erschienene Publikation.

Behandelt werden zum Beispiel die Themen Vergleichsrechner, Bestands-Check wie auch Telematik, Neuwert- und Kaufentschädigung. Die Möglichkeiten, die sich dem Vermittler dabei bieten, werden mit Blick auf die Ansprache von Bestandskunden, aber auch besonderer Zielgruppen dargelegt.

Download und Bezugsmöglichkeiten

Das 30-seitige E-Paper „Mit der Autoversicherung Geld verdienen – Was möglich ist und nötig wäre: aktuelle Trends und Entwicklungen für den Vertrieb von Kfz-Versicherungen“ ist am 14. Oktober erschienen und steht Premium-Abonnenten als PDF-Datei (1,15 MB) unter diesem Link kostenlos zum Herunterladen zur Verfügung. Das gilt auch für jene, die jetzt erst das Abonnement abschließen.

Nicht-Abonnenten können das Dossier als E-Paper im PDF-Format für 14,62 Euro einschließlich Mehrwertsteuer online bestellen.

WERBUNG