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Schon mehr als die Hälfte der Vermittler ist über 50 Jahre alt

30.7.2019 – Der Anteil der über 50 Jahre alten Vertreter und Makler hat sich in den letzten vier Jahren deutlich erhöht. Das zeigt die Strukturanalyse des BVK. Als Ursache wird der Nachwuchsmangel genannt. Versicherer werden ausgefordert, den Beruf für Einsteiger attraktiver zu gestalten.

Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute e.V. (BVK) hat weitere Ergebnisse seiner aktuellen Strukturanalyse (VersicherungsJournal 26.3.2019) veröffentlicht.

Vorab waren bereits Zahlen genannt worden, die aus Verbandssicht besonders hervorstechen (24.6.2019).

Die Hälfte der Vermittler ist über 50 Jahre alt

In der Verbandszeitschrift „Versicherungs-Vermittlung“, Ausgabe 07/08/19, macht die Interessenvertretung einige Angaben zur groben Altersentwicklung bei Vertretern und Maklern. Demnach ist der Anteil an Vermittlern aus der Altersgruppe bis 50 Jahre von 2014 bis 2018 von etwa 60 Prozent auf unter 50 Prozent gesunken. Dem entsprechend ist inzwischen leicht mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer über 50 Jahre alt.

Der Verband erwartet daher, dass „bei einem Großteil der Vermittler in den nächsten 15 Jahren mit einer altersbedingten Aufgabe des Betriebes zu rechnen“ ist. Gleichzeitig seien in den letzten fünf Jahren weniger junge Vermittler auf den Markt gekommen.

Altersentwicklung (Bild: BVK)

Nachwuchsmangel wegen mangelnder Popularität des Berufs

Einer der Gründe für den Nachwuchsmangel ist „immer noch die mangelnde Popularität des Vermittlerberufes, die nicht kurzfristig zu beeinflussen ist. Schlechte Verdienstmöglichkeiten, Knebelverträge mit geringen Beständen und hohen Vertriebserwartungen sind Aspekte, die in den Händen der Versicherer liegen“.

So schätzt die Verfasserin des Zeitschriftenbeitrags, die BVK-Referatsleiterin Ariane Kay, die Lage ein. Sie zeigt sich davon überzeugt, dass es möglich ist, „den jungen Vermittlern kurzfristig attraktive Angebote zu unterbreiten sowie auskömmliche Provisionen und Bestände anzubieten, um von Beginn an eine tragfähige Existenz zu begründen“.

Versicherungsvertrieb bleibt männlich

Neun Prozent der Umfrageteilnehmer waren weiblich und 91 Prozent männlich. „Dieser Wert ist in den letzten Jahren unverändert geblieben“, ergab die Auswertung.

Die Strukturanalyse basiert auf Antworten von mehr als 2.500 Versicherungs-Vermittlern auf 43 Fragen. Davon waren 68 Prozent gebundene Vertreter, 25 Prozent Vertreter mit eigener Registrierung und sieben Prozent Makler.

Der Verband führte die Untersuchung in Zusammenarbeit mit dem VersicherungsJournal und Professor Dr. Matthias Beenken von der Fachhochschule Dortmund durch. Die detaillierten Ergebnisse werden im Herbst vom VersicherungsJournal als Studie herausgegeben.

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