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Vermittler sind mit Digitalfunktionen ihres Versicherers unzufrieden

10.10.2019 – Bei der digitalen Unterstützung ihrer Ausschließlichkeits-Organisation liegen die Versicherer noch weit auseinander. Allerdings gibt es aufseiten der Vermittler auch vier Favoriten: Concordia, Arag, Mecklenburgische und Nürnberger. Zu diesem Ergebnis kommt eine Benchmark-Untersuchung von Sirius Campus in Kooperation mit Adesso.

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Ausschließlichkeits-Vermittler sehen in der digitalen Prozessbearbeitung bei den Versicherern noch Luft nach oben. Nur vier von 22 untersuchten Vertrieben ermöglichen ihren Vermittlern eine gute digitale Arbeitsweise in mehr als 60 Prozent aller Geschäftsvorfälle.

Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Benchmark-Untersuchung „Erfolgsfaktoren im Ausschließlichkeits-Vertrieb“ der Sirius Campus GmbH in Kooperation mit dem IT-Dienstleister Adesso AG. In der seit 2003 durchgeführten Benchmark-Untersuchungsreihe wurden von Mai bis Juli 2019 über 1.100 Versicherungsvermittler von 22 Versicherern telefonisch interviewt.

Vier Versicherer bieten gute digitale Unterstützung

Vermittler haben gute Gründe, warum sie einen weiteren digitalen Ausbau einfordern: mehr Zeit für die Kundenberatung und eine höhere Cross-Selling-Dichte, so die Auswertung von Sirius Campus. Auf die Frage: „Was würden Sie sagen, wieviel Prozent aller Vorgänge mit Ihren Kunden und Ihrem Versicherer laufen bereits komplett digital, also ohne, dass Sie ein Blatt Papier ausdrucken?“, nannten die Befragten vier Favoriten, die dem Vertrieb eine hohe Unterstützung bieten:

Die vier genannten Unternehmen haben laut Studienunterlagen „eine fast doppelt so hohe Digitalisierungsquote im Vergleich zu den Schlusslichtern der Branche, die nur auf rund 35 Prozent kommen“.

Mittelfeld

Den Marktdurchschnitt der Branche beziffern die Autoren auf 49 Prozent. Dementsprechend liegen von den 22 untersuchten Gesellschaften sieben im Mittelfeld:

Die Signal Iduna Versicherungen liegen mit 49 Prozent genau im Branchen-Durchschnitt.

Digitale Unterstützung (Bild: Sirius Campus)
Die unterschiedlichen Digitalisierungsquoten im Überblick. Zum Vergrößern Bild klicken (Bild: Sirius Campus)

Über ein Drittel der Vermittler sind unzufrieden

Von 18 untersuchten digitalen Angeboten für Versicherungs-Agenturen wirkten sich eine Online-Bedürfniserfassung für Kunden vor dem Beratungsgespräch und eine digitale Schadenerfassung positiv auf die Neukundengewinnung aus. „Mit zunehmender Nutzungshäufigkeit dieser Instrumente gewinnen Vermittler 18 beziehungsweise 16 Prozentpunkte mehr Neukunden im Vergleich innerhalb einer Vertriebsorganisation“, so die Studie von Sirius.

Als zentrales Handlungsfeld für viele Versicherer sehen die Studienautoren eine automatische Generierung von Verkaufsimpulsen in der Beratungs- und Agentursoftware. Denn mit einem Drittel (32 Prozent) seien besonders viele Vertreter mit dieser Digitalfunktion ihrer Gesellschaft unzufrieden.

Nur Allianz, Debeka, Ergo, Huk-Coburg Versicherungen, LVM Versicherungen und Württembergische (in alphabetischer Reihenfolge) könnten 80 Prozent und mehr ihrer Vertriebspartner mit den automatisierten Verkaufsimpulsen zufriedenstellen.

„Mit dem bloßen Angebot einer am Reißbrett entwickelten Digitalunterstützung ist es nicht getan. Damit verschenken Versicherer viel Potenzial. Nur durch integrative Entwicklungsprojekte mit Vertrieb, Innendienst und IT lassen sich relevante Prozesse durch eine optimale Bedienung digitalisieren und in die erfolgreiche Nutzung führen“, fasst Dr. Dirk Platz, Leiter des Geschäftsbereichs Versicherungen bei Adesso, seine Einschätzung zusammen.

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