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LV-Bilanzrating: Map-Report vergibt vier Mal die Bestnote

2.11.2022 – Die Allianz erhielt auch im aktuellen Map-Report 926 „Bilanzrating deutscher Lebensversicherer 2021“ die höchste Punktzahl. Ebenfalls die Bestnote „mmm+“ („exzellent“) bekamen erneut Hannoversche, LV 1871 und Ideal.

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Am Mittwoch hat die Map-Report-Redaktion mit dem Heft 926 zum dritten Mal nach der Premiere im Vorvorjahr (VersicherungsJournal 30.11.2020) ein „Bilanzrating deutscher Lebensversicherer“ vorgelegt. Die Analysten haben 55 Gesellschaften unter die Lupe genommen.

„Nicht alle Anbieter aus der Bilanzanalyse erhalten eine Bewertung. Versicherer im Run-off sowie ohne Neugeschäft fließen zwar in die Grenzwertbestimmung ein. Für die Bewertung relevant sind hingegen nur aktiv am Markt agierende Gesellschaften“, wird im aktuellen Heft zum Bewertungshintergrund erläutert.

Weiteres Kriterium: ein Bestand an Rentenversicherungen von mehr als 15.000 Policen.

So wurde im Bilanz-Rating bewertet

Das Gerüst für die Bewertung im Bilanz-Rating bildeten zwölf Kennzahlen von „A“ wie Abschlusskosten über „R“ wie Rechnungszins-Anforderung bis „V“ wie Verwaltungskosten. „Mit einer breit angelegten Ratingsystematik wird zusätzlich ein umfangreicher Einblick über die Stärken und Schwächen der Gesellschaften gegeben und die bilanzstärksten Lebensversicherer ermittelt“, so die Analysten.

Um kurzfristige Einflüsse zu glätten, aber nicht unberücksichtigt zu lassen, wurden bei den Kennzahlen Fünfjahresdurchschnitte (2017 bis 2021) gebildet.

Bewertungsschlüssel (Bild: Map-Report/FuB)

In den Kennzahlen waren maximal zwischen zehn und 80 Punkte zu erreichen. Die Ergebnisse in den zwölf Segmenten wurden addiert und das Ergebnis zu einer Gesamtnote verdichtet. Insgesamt waren 400 Zähler zu erreichen.

Neue Einteilung der Ratingklassen

Ab 300 Punkten (75 Prozent der Maximalpunktzahl) wurde die Note „mmm“ (hervorragend) vergeben, die allerdings nicht mehr die Höchstnote darstellt. Denn im Frühjahr des vergangenen Jahres wurde beim „Stabilitätsrating der Berufsunfähigkeits-Versicherer“ mit „mmm+“ („exzellent“) eine neue Bestnote eingeführt. Diese wird seitdem ab 80 Prozent der Maximalpunktzahl vergeben (19.3.2021).

Für diese Höchstnote sind, wie schon beim diesjährigen „Bilanzrating private Krankenversicherung“ (29.9.2022) allerdings jetzt 85 Prozent der Maximalpunktzahl nötig – also 340 statt wie zuvor 320 Punkte.

Die besten Lebensversicherer

Die höchste Punktzahl erzielte, wie in den beiden Vorjahren (19.11.2021), die Allianz Lebensversicherungs-AG. Das Unternehmen kam insgesamt auf 368 (Vorjahr: 365) Zähler. Dabei bekam es in neun der zwölf Kennzahlen (nicht bei den Abschlusskosten und der RfB-Zuführung) die Maximalpunktzahl. Ausreißer nach unten sind die Sicherheitsmittel. Hier schnitten nur sechs Testkandidaten schlechter ab.

In letzterem Bereich schaffte dafür die Hannoversche Lebensversicherung AG die maximale Punktausbeute. Die Hannoversche erzielte mit insgesamt 351 (352) Zählern die zweithöchste Punktzahl. Dabei erhielt das Unternehmen auch in den Kennzahlen Solvabilität, Ertragsquote, Verwaltungskosten, RfB-Zuführung und Storno die Höchstpunktzahl. Nur in Sachen Rechnungszins-Anforderung und -Belastung reihte sich der Anbieter ziemlich weit unten ein.

Dies gilt für die Lebensversicherung von 1871 a.G. München (LV 1871) mit der dritthöchsten Punktzahl von 350 nur für die Rechnungszins-Anforderung (Rang 49). Bei Abschluss- sowie Verwaltungskosten und der RfB-Zuführung reichte es nur für das Mittelfeld. Bei Solvabilität, Nettorendite, Ertragsquote und Gesamtreserve gab es jeweils die höchstmögliche Punktzahl.

Das Quartett mit der Bestnote komplettiert die Ideal Lebensversicherung a.G., die sich von 332 auf 341 Zähler steigerte. Dabei schafften die Berliner in sechs Kriterien die maximale Punktausbeute. Ziemlich weit unten reihte sich der Akteur nur bei den Sicherheitsmitteln (Position 46) und den Verwaltungskosten (Platz 49) ein.

Zwölf Mal „mmm“

Die vier vorgenannten Lebensversicherer bestätigten ihr „mmm+“ aus dem Vorjahr.

Nicht mehr zur Spitzengruppe gehören die Europa Lebensversicherung AG (337 nach 347 Zählern im Vorjahr), die Axa Lebensversicherung AG (trotz Verbesserung von 325 auf 334 Punkte), die Ergo Vorsorge Lebensversicherung AG mit 329 (Vorjahr: 328) Zählern, die Condor Lebensversicherungs-AG (323 nach 341 Punkten im Vorjahr) sowie die Dialog Lebensversicherungs-AG (313 nach 323 Punkten).

Dabei wurden Europa, Axa, Ergo Vorsorge und Condor „Opfer“ der neuen Ratingklasseneinteilung und kamen nur noch auf ein „mmm“ („sehr gut“).

In dieser Notenklasse finden sich auch die Deutsche Ärzteversicherung AG, die LVM Lebensversicherungs-AG, die Inter Lebensversicherung AG, die Swiss Life AG, Niederlassung für Deutschland, die Universa Lebensversicherung a.G., die Provinzial Lebensversicherung Hannover und die Öffentliche Lebensversicherung Braunschweig wieder.

Ratingergebnisse (Bild: Map-Report/FuB)

Viele Branchengrößen fehlen in der Spitzengruppe

Auffällig ist, dass es von den Branchenschwergewichten nach Prämieneinnahmen (16.8.2022) neben dem Marktführer Allianz mit der Axa nur die Nummer acht am Markt unter die Akteure mit einer der beiden besten Ratingnoten schaffte.

Die R+V Lebensversicherung AG landete mit 329 Punkten an 17. Stelle und führt die Gruppe von insgesamt 18 mit „mm“ („gut“) bewerteten Marktteilnehmern an. Den Wiesbadenern fehlt nur ein Zähler zum „mmm“.

Die Generali Deutschland Lebensversicherung AG, der Debeka Lebensversicherungs-Verein a.G. und die Bayern-Versicherung Lebensversicherung AG (nummern drei bis fünf im Markt) schafften es sogar in die zwölfköpfige Gruppe mit „m“ („befriedigend“).

Bezugshinweis

Der Map-Report Nummer 926 – „Bilanzrating deutscher Lebensversicherer 2021“ ist bei der Franke und Bornberg Research GmbH erschienen. Er enthält auf 135 Seiten neben den detaillierten Ratingergebnissen auch Übersichten zu insgesamt rund zwei Dutzend Bilanzkennzahlen (Geschäftsjahr 2021) von 76 Anbietern.

Das Heft bietet auch Einzelübersichten mit acht ausgewählten Kennzahlen in der Zeitreihe von 2010 bis 2021. Es ist als E-Paper ab 305 Euro netto über die Bestellseite von Franke und Bornberg erhältlich.

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