WERBUNG
Nachricht

Porsche gibt Anbieter von Fahrradversicherungen Starthilfe

16.9.2022 – Laka will deutsche Zweiradbesitzer mit einem speziellen Beitragsmodell überzeugen. Als Risikoträger fungieren die Zurich im britischen Heimatmarkt und auf dem europäischen Festland die niederländische NN Group.

Ein neuer Assekuradeur für „Mikromobilität“ geht in Deutschland an den Start: Die Laka Ltd. wird hierzulande Zweiräder von Privatkunden und Fahrräder über Hersteller und Händler absichern. Die Firma hat sich für ihren Markteintritt prominente Unterstützung geholt: die Porsche Ventures, den Risikokapitalgeber des gleichnamigen Sportwagenherstellers.

Risikoträger sind Zurich und NN Group

Das Angebot von Laka ist ab sofort für Endkunden sowie über Cyklaer-E-Bikes, eine Marke von Porsche Digital, erhältlich. Aufgabe der Technologie- und Digitaleinheit der Stuttgarter ist es, für den Konzern neue digitale Geschäftsmodelle zu finden und zu skalieren.

Laka ist bereits in fünf Ländermärkten unterwegs. Im Heimatmarkt, dem Vereinigten Königreich, fungiert die Zurich Group als Risikoträger. In Staaten der Europäischen Union wie Deutschland, Frankreich, Belgien und den Niederlanden arbeitet der Assekuradeur mit der NN Group N.V. zusammen.

„Kundenservice, Produktgestaltung sowie Schadenregulierung werden von Laka betreut, wohingegen die NN die Versicherungs-Kapazitäten stellt“, erklärt Laka-CEO Tobias Taupitz auf Nachfrage.

Laka will mit variablen Beiträgen überzeugen

Laka will mit „einem innovativen Ansatz zur Prämienkalkulation“ punkten. Das Versicherungsmodell soll Kunden nur die Kosten der im Vormonat eingereichten Schadenfälle in Rechnung stellen. Bei wenigen Schadenfällen sollen die Versicherten von niedrigeren Preisen profitieren, „während Mitglieder durch einen monatlichen Preisdeckel vor höheren Schäden im Kollektiv geschützt werden“, heißt es in einer Mitteilung.

Tobias Taupitz (Bild: Laka)
Tobias Taupitz (Bild: Laka)

Die Prämien würden durch ein firmeneigenes, technologiegestütztes Preis- und Risikomodell gesenkt. Daher habe der Assekuradeur einen variablen Betrag.

Ein Beispiel: Bei einem E-Bike im Wert von 1.500 Euro beträgt das Maximum, das Kunden monatlich in Rechnung gestellt werden könnte, 62,48 Euro. Der erwartete Beitrag, den ein Kunde zahlen wird, könnte dagegen 40,56 Euro betragen.

Basierend auf seinem Fahrradwert sei dies laut Laka „der erwartete durchschnittliche Anteil der Ansprüche“. Wenn es keine Ansprüche gebe, könnte der Beitrag des Kunden auch gegen Null Euro tendieren.

Was als Alleinstellungsmerkmal gesehen wird

Auch Kündigungsfristen gibt es nicht. Laka-Kunden könnten jederzeit kündigen oder pausieren, ähnlich wie beim Streaming-Anbieter Netflix.

„Wir glauben nicht an das altmodische Versicherungsmodell, bei dem die Kunden in langen Verträgen mit Ausstiegsklauseln und Ausstiegsgebühren gebunden werden“, so das Unternehmen.

Mit dem Trend zu teuren Modellen und Elektro-Varianten steigt der Absicherungsbedarf der Kunden (VersicherungsJournal Medienspiegel 15.6.2022, 2.6.2022). Und immer mehr Anbieter tummeln sich auf diesem Geschäftsfeld. Stiftung Warentest hat erst im Frühjahr 62 Policen von 24 Anbietern geprüft (22.3.2022).

Laka will auf dem deutschen Markt mit einer Kombination von B2C-Marketing, seinem Versicherungsmodell und Partnerschaften wie mit der Porsche-Tochter Cyklaer punkten.

WERBUNG