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So (un-) einig sind sich die Ost- und Westdeutschen bei Versicherungen

23.9.2022 – Die private Haftpflichtversicherung wird in beiden Landesteilen am häufigsten als wichtigste Versicherung bezeichnet. Im Westen liegt diese Sparte auch bei den Abschlüssen vorne, im Osten ist es hingegen knapp die Hausratversicherung. Größere Ost-West-Unterschiede zeigen sich bei der Altersvorsorge. In den alten Bundesländern verfügen 34 Prozent über keine Altersabsicherung, in den neuen sind es 43 Prozent.

Der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober war Anlass für die Clark Germany GmbH, Ost-West-Gemeinsamkeiten und -Unterschiede in Hinblick auf Versicherungen zu ermitteln. Dazu wurden die Erkenntnisse von zwei Online-Umfragen herangezogen, die in Kooperation mit der Yougov Deutschland GmbH im März sowie zwischen Ende Mai und Anfang Juni durchgeführt wurden.

An der ersten Studie nahmen 1.002 und an der zweiten 1.014 Personen teil. Die Ergebnisse wurden jeweils gewichtet und sind nach eigenen Angaben repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

Privathaftpflicht hat für alle die größte Bedeutung

Das Fazit: Einigkeit herrscht bei der Frage nach der wichtigsten Versicherung, unabhängig davon, ob diese auch tatsächlich abgeschlossen wurde. Hier geben die Befragten sowohl in West- (61 Prozent) als auch in Ostdeutschland (54 Prozent) mehrheitlich die private Haftpflichtversicherung an.

Einig sind sich beide Landesteile auch bei Platz zwei, den die Kfz-Versicherung belegt. Hierfür stimmen 57 Prozent der Befragten aus den alten Bundesländern und 48 Prozent der Studienteilnehmer aus den neuen Bundesländern.

Dahinter wird es etwas uneinheitlich. Im Westen liegen gesetzliche Krankenversicherung (GKV) (54 Prozent) und Hausratversicherung (49 Prozent) auf den Rängen drei und vier, im Osten ist es genau umgekehrt. Dort führt die Absicherung des Hausrats (48 Prozent) vor der GKV (45 Prozent).

Als besonders wichtig stufen die Westdeutschen auch Policen im Bereich Rechtsschutz (33 Prozent), Berufsunfähigkeit (27 Prozent), Elementarschutz (23 Prozent) und Auslandsreise-Krankenschutz (21 Prozent) ein. Bei den Ostdeutschen trifft dies auf Rechtsschutz (29 Prozent), privater Unfallschutz (24 Prozent), Auslandsreise-Krankenschutz und Berufsunfähigkeit (jeweils 22 Prozent) zu.

Keine Einigkeit bei den abgeschlossenen Verträgen

Bei den derzeit abgeschlossenen Versicherungen zeigen sich leichte Unterschiede. Im Westen hat mit 66 Prozent die private Haftpflichtversicherung die Nase vorne (Ost: 60 Prozent), wogegen im Osten die Hausratversicherung (62 Prozent; West: 57 Prozent) den Spitzenplatz belegt.

Auch in der Kfz-Sparte weichen die beiden Landesteile voneinander ab (West: 63 Prozent; Ost 54 Prozent). Einigkeit herrscht wiederum bei der GKV (jeweils 55 Prozent).

Umfrage abgeschlossene Versicherungen (Bild: Clark)
Umfrage abgeschlossene Versicherungen (Bild: Clark)

Im Westen deutlich mehr Altersvorsorge-Produkte als im Osten

Größere Differenzen zeigen sich bei den Produkten zur Altersvorsorge. In den alten Bundesländern haben 28 Prozent eine klassische Rentenversicherung abgeschlossen, in den neuen Bundesländern nur 18 Prozent. Über eine betriebliche Altersversicherung verfügen im Westen 24 Prozent, im Osten lediglich 17 Prozent.

In den alten Bundesländern besitzen jeweils 13 Prozent einen Riester-Vertrag und eine Kapital-Lebensversicherung. In den neuen Bundesländern riestern zehn Prozent und acht Prozent haben eine Kombination von Hinterbliebenenschutz und Kapitalaufbau.

Hüben und drüben liegen die Bundesbürger bei fondsgebundenen Rentenversicherungen (West: neun Prozent; Ost; acht Prozent) nahezu gleichauf. Vollkommene Einigkeit besteht bei Rürup-Renten (jeweils zwei Prozent) und Sofortrenten (jeweils drei Prozent).

„Ich besitze keine Altersvorsorgeprodukte” sagen allerdings in Westdeutschland 34 Prozent und in Ostdeutschland 43 Prozent.

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